Pathos-Hymne: You’ll never walk alone …

some win some lose

Eintracht bleibt erstklassig!

You’ll never walk alone – Die Pathos-Hymne der tragischen Verlierer schallte auch gestern wieder durch ein Bundesliga-Stadion – Pardon: eine Zweitliga-Spielstätte! Denn so sehr sich die Clubberer auch mühten (und das war ingsesamt gesehen nicht sehr!), es reichte einfach nicht für den Wiederaufstieg ins erste Fußballhaus der Republik. Der einsame Rekord-Ab-und-Aufsteiger aus Nürnberg bleibt mindestens eine weitere Saison fußballerische Mittelklasse. Zugegeben, auch die Frankfurter Eintracht hat in den beiden Relegationsspielen nicht gerade mit Ballzaubereien und Finessen brilliert, dafür mit eisernem Willen, Kampfgeist, tatsächlichen Torschüssen (auch das Führungstor der Nürnberger im Hinspiel besorgte die Eintracht) und einem tragischen Helden! Kapitän Marco Russ (unglücklicher Eigentorschütze) war nämlich unmittelbar vor der ersten Partie mit einem bösartigen Tumor diagnostiziert worden. Und das aufgrund eines positiven Doping-Tests. Da er gestern wegen einer Gelb-Sperre nicht mitspielen durfte, wurde er schon operiert – offenbar erfolgreich, wie der Verein auf Facebook berichtet. Auch von unserer Seite gute Besserung!

Rekord-Gewinner und Serien-Loser

Es kommt ja nicht allzuoft vor, dass ich einem Endspiel mit bajuwarischer Beteiligung komplett emotionslos entgegen sehe. Am Samstag beim Pokal-Finale war es soweit – die Bayern und die Borussen kämpften um den Pott. Und ich hatte mein persönliches Dilemma: Für wen die Daumen drücken? Für die Bayern? Geht frühestens in der nächsten Saison wieder! Für den BVB? Falls jemals die Hölle zufriert! Insofern konnte ich das epische Hauen und Stechen schlicht mit neutraler Wertschätzung genießen. Denn das war es in jedem Fall: allerbeste Fußball-Unterhaltung! Dass die Bayern am Ende das Elfmeterschießen gewonnen haben, war nicht wirklich zu erwarten gewesem, sind sie doch nach der englischen Nationalmannschaft das Team mit der weltweit schlechtesten Elfmeter-Quote (und das dürfte nur mäßig übertrieben sein). Mit Grauen erinnerte ich mich an letztes Jahr, als sie im Halbfinale des DFB-Pokals gegen den BVB im wirklich groteskem Shoot-out vollkommen zurecht ausgeschieden sind… Doch diesmal rutsche niemand aus – nur Joshua Kimmich daddelte peinlich herum – und sogar der kleine Costa schoss hart und nicht wie ein Brasilianer. Und hat damit brav eine Anweisung von Jerome Boateng umgesetzt. Die Münchner sind nun also um einen weiteren Doppelpack reicher und haben auf die letzten Minuten sogar den scheidenden Trainer Pep wieder lieb. War es nicht herzergreifend, wie er schluchzend am Spielfeldrand stand und von seinen Jungs getröstet werden musste? Ja, auch ich war ein wenig gerührt. Und der BVB? Hat mal wieder ein wichtiges Finale verloren! Und sich in Form von Trainer Tuchel („Ich hätte eine andere Reihenfolge beim Elfmeterschießen bestimmen müssen!“ Und über Mats Hummels: „Er kann es besser!“) durchaus als beleidigte Leberwurst präsentiert. Dabei lag der Fehler Tuchels weder an den Elfmeterschützen noch am desertierenden Mannschaftskapitän, sondern an der Aufstellung von Marco Reus! Hat Herr Reus schon einen einzigen Titel? Nein. Und warum nicht? Okay, bislang meistens weil er in entscheidenden Spielen NICHT antrat, diesmal, weil er auflief … Ich hoffe nur, dass Jogi Löw diesen Umstand bei seiner finalen Kaderplanung für die EM berücksichtigt – falls die Entscheidung nicht (wie sonst oft) die Natur fällt.

EM-Kader-Roulette – wer muss zu Hause bleiben?

EM-Kader

Gestern hat Jogi Löw den vorläufigen 27-köpfigen EM-Kader nominiert – und seitdem wird darüber spekuliert, WELCHE vier Spieler NICHT mit nach Frankreich fahren dürfen. Die meisten Fans müssen sich bis zum 31. Mai gedulden, wenn die offizielle Mannschaftsaufstellung verkündet wird, Leser der 11Spielerfrauen erfahren es schon heute, denn aus gut unterrichteten Kreisen kennen wir die vier Streichkandidaten bereits!

Tor

Manuel Neuer ist selbstredend über jeden Zweifel erhaben – der teutonische Muster-Athlet hätte nicht nur in jedem Leni Riefenstahl-Film die Hauptrolle bekommen, er ist auch die unumstrittene Nummer 1 im Tor der MANNSCHAFT. Weil aber Jogi noch zwei Ersatzmänner nominieren muss, fiel die Wahl auf Bernd Leno und Marc-André ter Stegen. Beide Herren sind sich in tiefer persönlicher Abneigung verbunden, was interessante Auswirkungen auf den Team-Spirit haben wird. Sie dürfen zwar nicht spielen – aber bleiben.

Abwehr

Die aufgestellten Herren Mustafi, Hector, Höwedes, Hummels, Can, Rüdiger, Boateng und Rudy sind allesamt praktisch unrausschmeißbar – wenn auch grundsätzlich nicht unverzichtbar. Doch was will Löw machen, wenn Lahm und Mertesacker in Rente gegangen sind, Badstuber dauerverletzt und Alaba ein Österreicher ist? Eben.

Mittelfeld/Angriff

So ist es nur logisch, dass die traurige Vier sich aus dem großen Pulk der Mittelfeldspieler und Angreifer rekrutiert. Bastian Schweinsteiger wird natürlich im Kader bleiben – selbst wenn die medizinische Abteilung ihm lediglich eine maximale Beteiligungsdauer von 25 Minuten während des kompletten Turniers zutraut. Vielleicht sogar bei nur 10 bis 15 Minuten. Denn diese Augenblicke können entscheidend sein, magisch. Und sie können den kompletten Verlauf des Turniers beeinflussen. Schweini wird also in jedem Fall mit nach Frankreich reisen. Punkt. Ähnliches gilt für seinen Sommermärchen-Best Buddy Lukas Podolski. Der wird zwar überhaupt nicht spielen – nicht einmal zehn Minuten – aber das ist egal. Er wird wichtig für die Stimmung sein und sich notfalls zwischen die Herren Leno und ter Stegen werfen. Khedira und Özil sind ebenfalls über sämtliche Zweifel (und Zweifler) erhaben. Die phänomenalen Selbstheilungskräfte von Sami werden für eine Fitness auf den Punkt sorgen und Mesut kann bei großen, wichtigen Spielen durchaus seine Schläfrigkeit abstellen. André Schürrle dagegen? Zum einen ist der Vorname schon durch Herrn ter Stegen besetzt und … ach, er hat’s einfach nicht drauf!

Ganz im Gegensatz zu Thomas Müller. Der ist ähnlich unverzichtbar wie Neuer und Schweinsteiger, schießt aber im Gegensatz zu seinen Kollegen auch noch massenhaft Tore. Außerdem ist Europameister der einzige Titel, der ihm noch fehlt. Hat er den in der Tasche, wird er sich womöglich unmittelbar nach dessen Gewinn zur Ruhe setzen und stattdessen seine Zweitkarriere als Comedian in Angriff nehmen. Julian Weigl, der hochtalentierte Jungspund aus Dortmund, ist Opfer des Vornamen-Roulettes geworden. Drei Julians stehen im vorläufigen Kader, maximal zwei kann DIE MANNSCHAFT verkraften – sonst verlöre sie ihre Distinktionsfähigkeit. So gesehen ist Julian Weigl der unglücklichste Streichkandidat, weil er – im Gegensatz zu Julian Draxler und Julian Brandt – einfach Pech beim Streihholz-Ziehen hatte. Blöd.

Muss ich überhaupt ein Wort über Marco Reus verlieren? Eigentlich nicht, denn er streicht sich von ganz alleine. Es wäre sein erstes großes Turnier. Richtig. Aber auch: Er hat noch nie bei einem wirklich wichtigen Turnier (und nur ganz selten bei wirklich wichtigen Spielen) gespielt! Das wird auch diesmal nix. Ziemlich sicher wird er sich im Trainingslager verletzen oder sich eine Kiefereiterung zuziehen oder eine Haarwurzelentzündung und deshalb NICHT nach Frankreich reisen. Doch diesmal leistet ihm Mario Götze Gesellschaft. Der Siegtorschütze im WM-Finale von Rio ist zwar durchaus ein fähiger Turnierspieler (siehe WM-Finale von Rio), aber auch ein sehr empathischer Zeitgenosse. Die letzten tristen Monate bei den Bayern und die Aussicht, dass es auch in der nächsten Saison nicht besser wird, haben ihn so dünnhäutig gemacht, dass er sich nach Reusens Verletzungsausfall auch gleich wehtut und ebenfalls nur TV-Zuschauer sein wird. Sorry, Mario.

Bleiben also noch Kroos, Bellarabi, Gomez, Sané und Kimmich, die nicht nur mitfahren dürfen, sondern sicher auch den ein oder anderen wichtigen Impuls bei der Mission Titelgewinn setzen werden. Es wird absolut großartig – wir dürfen uns alle freuen!

Bierdusche in München – Freudentränen in Bremen

Bierdusche-HappyEnd

So, jetzt ist es amtlich: Die Bundesligasaison 2015/2016 ist vorbei! Meister ist – keine Überraschung hier! – der FC Bayern München. Im letzten Spiel gegen Absteiger Hannover 96 gewannen die Bayern mit 3:1. Zwei Tore steuerte dabei Mario Götze bei, dem in einem Telefonat mit dem neuen Coach Ancelotti die wenig erfreuliche Botschaft überbracht wurde, dass dieser ähnlich viel Wert auf seinen Kader-Verbleib legt wie Pep Guardiola: nämlich gar keinen. Das dritte Tor hat Robert Lewandowski geschossen. Es war sein 30. Treffer (was zuletzt Dieter Müller in den 70er Jahren gelungen war) und gleichzeitig der Gewinn der Torjägerkanone. Glückwunsch.

Der Kampf ums Überleben

Deutlich spannender ging’s jedoch im Kellerduell Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt zu. Wobei, das auch nicht ganz richtig ist, denn bis praktisch zur 80. Minute war es ein eher öder 0:0-Kick. Der Grund: der VfB Stuttgart stand nach zügigem 0:2-Rückstand gegen Wolfsburg praktisch schon nach einer halben Stunde als sicherer Absteiger fest. Ein Unentschieden bedeutete somit für die Eintracht den sicheren Klassenerhalt und für Werder zumindest den Relegationsplatz. Dass es am Schluss doch noch mal anders kam, lag an einem kurzen lichten Moment des Herrn Didavi, der Stuttgart kurzzeitig mit 1:2 wieder Hoffnung schnuppern ließ. Daher gaben auch die beiden anderen Mannschaften Gas – die Partie wurde hochdramatisch und phasenweise ziemlich wüst. In der 88. Minute schnibbelte schließlich der Bremer Djilobodji den Ball ins Frankfurter Tor – und sicherte Werder trotz gefühlt endloser und ziemlich chaotischer Nachspielzeit die Erstklassigkeit. Frankfurt muss sich in der Relegation nun mit Nürnberg messen und der VfB ist nach drei fürchterlich miesen Jahren endlich da, wo er hingehört: in der zweiten Liga!

Und was ist mit Europa?

Der BVB hat den zweiten Tabellenplatz und die sichere Champions League-Teilnahme schon so lange in der Tasche, dass er sich auf andere Dinge konzentrieren konnte. Spielerroulette beispielsweise. Dass Mats Hummels nun in der nächsten Saison wieder bei den Bayern spielt tat der Dortmunder Abwehr heute nicht allzu gut. Mit Mühe gelang den Schwarz-Gelben im letzten Heimspiel ein 2:2-Unentschieden gegen den FC Köln, der die Saison auf Platz 9 beendet – zwei Plätze von Europa entfernt.

Leverkusen darf ebenfalls wieder in der Königsklasse antreten (Tabellenplatz 3) – das war schon vor dem heutigen 3:2-Sieg gegen Ingolstadt (Platz 11) klar. Und Gladbach auf Platz 4 darf immerhin um einen Startplatz kämpfen. Heute gelang den Fohlen übrigens ihr erster Auswärtssieg seit Ende Oktober – erstaunlich. Die 0:2-Niederlage dürfte den Gastgebern aus Darmstadt aber herzlich egal gewesen sein – die Lilien haben bereits letzten Samstag den Klassenerhalt klar gemacht.

Unmittelbar vor Spielbeginn gab Schalke 04 die Trennung von Trainer Breitenreiter zum Saisonende (also in wenigen Stunden) bekannt, doch der coachte sein Team noch zu einem letzten fulminanten 4:1-Sieg gegen Hoffenheim. Platz 5 reicht zwar nur für die Europa League, ist aber besser als das Worst-Case-Szenario, das ebenfalls noch drin gewesen wäre. Ein Abrutschen auf Platz 7 hätte theoretisch noch passieren können, aber dort sitzt jetzt Hertha BSC. Den Hauptstädtern ist gegen Mainz nichts eingefallen – beide Teams trennten sich mit 0:0 – was bedeutet, dass die Mainzer sich auf Platz 6 zum ersten Mal direkt für Europa qualifizieren.

Und sonst so?

Es fehlt nur noch eine Begegnung – und weder für Augsburg noch für den HSV ging es vor diesem letzten Spieltag noch um irgendwas. Mit dieser spannungsarmen Ausgangslage kam der Dino jedoch deutlich besser klar und besiegte die Schwaben (deren Trainer Weinzierl wohl ziemlich sicher zu Schalke wechseln wird) mit 3:1.

Bleiben also noch zwei Relegationsspiele und das Pokalfinale zwischen Dortmund und München. Dann ist die Saison endgültig Geschichte – und wir können uns mit voller Kraft auf die EM-Vorbereitung stürzen. Und das wird dann wieder richtig aufregend! Ich freue mich jedenfalls drauf.

Vier gewinnt – die Bayern sind Meister

Vier gewinnt

Jetzt ist es also amtlich: Der FC Bayern München hat zumindest einen Rekord (wenn auch das Triple schon verdaddelt ist durch das tragische Ausscheiden in der Champions League gegen Atlético Madrid – gewonnen und doch verloren …). Zum vierten Mal in Folge wurden die Bayern Meister. Das hat in der Jahrhunderte währenden Geschichte der Bundesliga noch keine Mannschaft geschafft – nicht einmal der FCB selbst. So schaut’s doch aus. Zum Titel hat ein 2:1-Sieg über die Aufsteiger aus Ingolstadt gereicht, die aber sicher erstklassig bleiben.

Was viele andere Teams noch nicht von sich behaupten können. Selten war der Abstiegskampf so heiß wie in dieser Saison – auch wenn der erste Zweitligist mit Hannover 96 (heute übrigens 1:0 über Hoffenheim – trotzdem Klassenerhalt geschafft!) schon lange feststeht. Momentan heißester Kandidat für den Abstieg ist Stuttgart. Nach der debakulösen 1:3-Niederlage gegen Mainzer, denen man die Europacup-Teilnahme in der nächsten Saison nicht mehr nehmen kann, stürmten wütende Fans den Platz und forderten Blut. Oder sowas in der Art. Schlimmeres ist wohl nicht passiert, was aber eher nicht am passiven bis ratlosen Verhalten der Sicherheitskräfte lag … Mannomann.

Eine kleine Sensation ist der Frankfurter Eintracht gelungen. Auch in der Mainmetropole hängt der Klassenerhalt noch am seidenen Faden, aber durch den 1:0-Sieg über den BVB (der nicht ganz lupenrein war, da Dortmund ein reguläres Tor aberkannt wurde) schnuppert man ein wenig Morgenluft. Noch besser lief es für Darmstadt. Die Lilien haben bei ihrem 2:1-Auswärtssieg gegen die Hertha den Hauptstädtern alle Champions League-Ambitionen zunichte gemacht und sich selbst eine weitere Spielzeit in der erstern Liga gesichert.

Sicher ist diesmal auch der Relegations-Double-Sieger HSV. Selbst die 0:1-Niederlage gegen Wolfsburg (trotzdem keine Chance mehr auf Europa) reicht für den erneuten Verbleib des Liga-Dinos in seinem natürlichen Habitat. Dito Augsburg. Das 1:1 auf Schalke reicht für die erste Klasse, doch ob die Königsblauen damit noch in die Champions League-Playoffs kommen ist fraglich. Beste Chancen dafür hat nun Borussia Mönchengladbach dank des 2:1-Siegs gegen den Tabellendritten Leverkusen.

Wer fehlt noch? Ach ja, Köln und Werder trennen sich mit 0:0, was insofern tragisch ist, als Bremen (ähnlich wie dem BVB) ein absolut reguläres Tor nicht anerkannt wurde. Ein Dreier hätte die Abstiegsnot an der Weser deutlich dämpfen können – so sitzt man im Moment auf dem Relegationsplatz und muss bis zum Schluss zittern.

Kleiner Nachtrag zur Champions League: Das Finale wird mal wieder eine rein madrilenische Angelegenheit, denn neben Atlético ist auch Real in die letzte Runde eingezogen – mit einem dürftigen 1:0-Sieg gegen vollkommen uninspirierte Manchester Citizens. Interessiert das noch jemanden? Dachte ich mir schon …

Kriegsrhetorik im Abstiegskampf

Gezeichnet von der Schlacht

Fangen wir mit dem boshafte Erfreulichen an: Der FC Bayern München ist noch nicht Meister! Dauert wirklich ungewöhnlich lange, bis sie den 26. Titel klarmachen. Was da wohl los ist?

Also zunächst mal war ein ziemlich uninspirierter müder Kick gegen Borussia Mönchengladbach los, der 1:1 augegangen ist. Übrigens das vierte Spiel in Folge, in dem die Bayern die Fohlen nicht besiegen konnten … Theoretisch ist sogar noch Platz 2 drin – falls der FCB die beiden letzten Spiel verliert und der BVB weiterhin so fulminant gewinnt, wie heute gegen Wolfsburg (5:1). Da erscheint dann plötzlich auch ein Mats Hummels entbehrlich …

Blut und Boden-Geschwafel

Da also der Meister noch nicht feststeht, können wir uns voller Wonne dem dramatischen Abstiegskampf widmen. Hannover 96 ist bereits offiziell zweitklassig – und hat daher konsequenterweise, obwohl über weite Strecken besser, auch heute verloren. Mit dem 3:1-Sieg in Niedersachsens Hauptstadt wahrt sich Schalke 04 noch die vage Möglichkeit auf eine Champions League-Spielberechtigung in der nächsten Saison.

Doch wer wird Hannover in die zweite Liga folgen? Das ist auch am 32. Spieltag noch nicht ganz klar, aber heiße Partien mit reichlich Kriegsrhetorik gab es durchaus. Gestern verpasste es der FC Augsburg mit einem schwachen 0:0 gegen Köln, den Klassenerhalt klarzumachen. Auch der HSV hat – nachdem er heute ebenfalls 0:0 gegen Mainz gespielt hat – noch die Möglichkeit bis auf den Relegationsplatz abzurutschen.

Die TSG Hoffheim ist ebenfalls noch nicht durch – aber immerhin hat der wirklich hart umkämpfte 2:1-Sieg gegen Aufsteiger Ingolstadt (Klassenerhalt bereits gesichert) ein bisschen Luft gebracht für die letzten beiden Spiele. Ähnliches gilt auch für die Frankfurter Eintracht, die im martialisch angeteaserten Hessen-Derby in Darmstadt einen 2:1-Sieg rausgeholt hat. Zumindest bis Montag – da spielt Werder gegen den VfB Stuttgart, beide Mannschaften übrigens ebenfalls massiv abstiegsgefährdet. Frankfurt musste übrigens ohne eigene Fans im Stadion auskommen, man hatte Angst vor den berüchtigten Eintracht-Hooligans und so wurde der gesammte Fanblock ausgesperrt. Nun ist es eine Sache, ob das Spielfeld zum Schauplatz epischer Schlachten wird, eine ganz andere (leider!), wenn gegnerische Fans in infantiler „Treue“ zu ihrem Team  die Fäuste nicht nur im übertragenen Sinn, sondern wortwörtlich schwingen. Traurig, das so etwas immer noch vorkommt! Traurig und vollkommen idiotisch.

Aktuell läuft übrigens noch Leverkusen gegen Hertha. Und kurz vor der Pause führt die rheinische Werkself bereits mit 2:1. Platz 3 dürfte ziemlich ungefährdet sein.

Aber die Frisur sitzt …

FCBayern Champions League Halbfinale

 

Was soll man zum gestrigen Champions League-Spiel der Bayern bei Atlético Madrid schon sagen? Pep Guardiola hat folgendes verlauten lassen: „75% unseres Spiels war toll. Wir haben eigentlich genug Torchancen kreiert gegen Atlético.“ Tja, mag sein. Ich habe nur 50 Prozent des Spiels gesehen (also die zweite Halbzeit), da war das Spiel in der Tat recht ansprechend, nur darf man nicht aus den Augen verlieren, dass

  1. ein Spiel 90 Minuten, also 100 Prozent lang ist und
  2. genug TorCHANCEN schlicht noch keine TORE sind, solange der Ball nicht im Kasten hinter der Linie landet und somit Zählbares liefert.

So gesehen, war es also eine 100%-ige Nullnummer für die Münchner und die Mission Triple ist massiv in Gefahr.

Lassen wir uns also lieber über Frisuren sprechen.

An sich ist zum Thema Fußballer-Frisuren bereits in den 70er-Jahren des letzten Jahrhunderts ALLES gesagt worden und man möchte meinen, dass es kein Thema mehr sein sollte. Doch angesichts der mauen sportlichen Berichtbarkeit (abgesehen vielleicht von: Warum kam Thomas Müller so spät?) und meiner Chronistenpflicht, brauche ich einen Nebenkriegsschauplatz, mit dem ich ein paar Zeilen füllen kann. Daher: Frisuren!

Unter Fußballspielern gibt es fünf Konzepte:

  1. Haare (oder auch keine – siehe z.B. Arjen Robben und Pep Guardiola), aber keine Frisur. Prominente Vertreter in dieser Kategorie sind beispielsweise Thomas Müller oder Xavi Martinez.
  2. Eine Frisur, die vor allem unauffällig ist und meist gut, weil normal aussieht. Zu bewundern bei Manuel Neuer, Juan Bernat oder Xabi Alonso.
  3. Eine Frisur, die sehr viel persönliches Engagement und Styling-Kompetenz des Trägers verlangt – Vorsicht, es wird grenzwertig. Gel-Tollen à la Robert Lewandowski, Marco Reus und natürlich: Cristiano Ronaldo!
  4. Ein Unfall, der vorgibt, eine Frisur zu sein! Beispielhaft stehen beim FC Bayern in dieser Kategorie derzeit die jungen Herren Alaba und Coman. Offenbar haben sie auch den gleichen Friseur! Rasierte Seitenpartien und einen mittelüppigen Afro, der in den Spitzen blondiert ist. Monsieur Coman trägt dazu noch ein kleines Zöpfchen. Mon dieu!
  5. Skulpturale Gebilde, die ohne die permanente Assistenz eines persönlichen Stylisten gar nicht zu realisieren wären! Ein schlimmes Beispiel aus der Vergangenheit war Stefan Effenberg – man erinnere sich an den einrasierten Tiger! Sein moderner Widergänger im Trikot des FC Bayern München ist Arturo Vidal, dessen akkurat gezirkelter (und verzierter) Irokese bei jedem Ballverlust und jeder Spielunterbrechung von einem als Wasserträger getarnten Friseur wieder aufgehübscht wird. Klar, dass man sich da nicht unbedingt immer aufs Toreschießen konzentrieren kann …

Falls ein Spiel mal wieder nicht so läuft, wie man es sich wünscht, kann man ja stattdessen ein Frisuren-Bingo spielen. Welche Kategorie hat die meisten Vertreter? Und welche Kategorie bevorzugen die Mitseher auf dem Sofa? So kriegt man einen Abend auch rum.

Diese Taktik wäre, nach allem was man so hört, übrigens auch bei dem ziemlich mauen 0:0 zwischen Manchester City und Real Madrid am Dienstagabend ideal gewesen… Hoffentlich können wir uns nächste Woche bei den Rückspielen wieder auf andere Dinge konzentrieren!

Hannover Hangover – der erste Absteiger steht fest

Hannover96

Richtig überraschend kam es nicht mehr und spätestens nach dem nächsten Spieltag wäre es ohnehin amtlich gewesen: Hannover 96 steigt zum fünften Mal aus der 1. Bundesliga ab! Trotz des tapfer erkämpften Pünktchens beim 2:2 in Ingolstadt. Nach dem 2:1-Heimsieg von Eintracht Frankfurt gegen Mainz 05 gestern Abend ist der Klassenerhalt aber rechnerisch schon jetzt nicht mehr möglich. Wahrscheinlich werden wir statt aufregender Spiele in der restlichen Saison nur noch aufregende Transfer-Gerüchte hören: Welcher Profi wechselt wohin? Wer bleibt auch in der 2. Liga Niedersachse? Solche Sachen.

Genau wie das Gerücht um Mats Hummels. Wobei sein angeblich zur nächsten Saison bevorstehender Wechsel zum FC Bayern München eine Spur aufregender sein dürfte, als alle Hannover-Deals. Wird Mats nach Mario Götze und Rober Lewandowski der dritte Dortmunder, der an die Isar desertiert? Wobei es in Hummels Fall ja eine Rückkehr wäre, schließlich hat Mats beim FCB sämtliche Jugendteams bespielt und war bis 2008 auch in der zweiten Mannschaft tätig. Vielleicht gibt’s ja einen Austausch – Götze zurück nach Dortmund, Hummels nach München? Wir werden sehen. Der BVB hat übrigens mit 3:0 in Stuttgart gewonnen, die Bayern mit 2:0 in Berlin.

Für die derzeit etwas schwächelnde Hertha wird’s langsam eng mit den Champions League-Plätzen. Leverkusen (3:2-Sieg über Schalke – nach 0:2-Rückstand …) hat sich ziemlich fest auf Platz 3 etabliert und jetzt schon fünf Zähler Vorsprung auf die Hauptstadt-Elf. Und Gladbach (3:1-Sieg über Hoffenheim) lauert nur einen Punkt hinter Berlin auf Platz 5.

Noch spannender wird allerdings die Frage, wer neben Hannover 96 noch absteigt. Beste Chancen dafür hat die Frankfurter Eintracht, doch auch Werder Bremen, Stuttgart, Hoffenheim und Darmstadt haben noch alle Möglichkeiten für die zweite Liga. Dafür wissen wir jetzt schon ziemlich sicher, dass in der nächsten Saison Red Bull Leipzig und Freiburg erstklassig sein werden. Spannend, spannend.

Morgen gibt’s dann das ersten Champions League-Halbfinal-Hinspiel Manchester City gegten Real Madrid. Die Bayern müssen dann am Mittwoch bei Atletico Madrid ran.

Murmeltiertag in Berlin – Pokalfinale heißt FCB vs BVB

Murmeltiertag

Kennt jemand noch den zauberhaften Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“? Da muss Meteorologe Phil (Bill Murray) ein und denselben Tag so lange wiedererleben, bis er zu einem glücklichen Ende kommt. Fragt sich nur aus wessen Sicht – des Schicksals? Egal.  Ähnlich wie mit dem Murmeltiertag verhält es sich mit dem DFB-Pokalfinale. Zum dritten Mal seit 2012 treffen dort der FC Bayern München und Borussia Dortmund aufeinander – meist mit glücklicherem Ende für die Münchner. Nur im letzten Jahr fand die Elefantenrunde schon im Halbfinale statt – mit dem ebenso legendären wie peinlichen bajuwarischen Debakel im Elfmeterschießen … Das Finale gegen Wolfsburg konnte der BVB aber dann auch nicht für sich entscheiden, doch das ist eine andere Geschichte.

Die Halbfinals haben beide Mannschaften jedenfalls gut überstanden – der BVB gestern durchaus bravourös mit 3:0 gegen ziemlich verunsicherte Hauptstädter, denen die vorsichtige Hoffnung auf ein „Finale dahoam“ zackig vergangen ist durch Tore von Gonzalo Castro, Marco Reus (unglaublich aber wahr!) und Mkhitaryan. Die Bayern sahen bei ihrem 2:0-Sieg über Werder Bremen am Vortag nicht ganz so gut aus – um es mal vorsichtig zu formulieren. Das zweite Müller-Tor des Abends war nämlich ein Elfmeter, der absolut ungerechtfertig war. Er folgte nämlich auf ein vermeintliches Foul, das in Wirklichkeit aber eine extrem dreiste Schwalbe von Hitzkopf Vidal war, der sich mal wieder als spielentscheidendes Element präsentierte. In vier Wochen wird sich zeigen, wer den Titel wirklich dringend haben will.

Kleine Randnotiz: Während die Bayern gestern den halben Kader für das nächste Vierteljahrhundert an den Club gebunden haben, ist die Stimmung in Dortmund ein bisschen nervöser. Top-Player wie Hummels, Gündogan oder Mkhitaryan könnten kurz vor einem Transfer stehen. Ob das Auswirkungen auf das Saison-Finale und das Endspiel in Berlin hat?

Europakrise vs. Liga-Blues

Superman

Im Fußball kann ein einziges Tor eine ganze Nation in kollektiven Glücksrausch versetzen – siehe Mario Götzes Siegtor im WM-Finale von 2014. Doch manchmal nützt der schönste Treffer nichts, wenn am Ende die andere Mannschaft einen mehr drin hat. Das war die Einführungsveranstaltung im Proseminar „Fußball-Philosophie für Fans“. Vielen Dank für Ihr Interesse!

Hören wir also mit dem Geschwafel auf und halten uns an die nackten Fakten – und die sind aus europäischer Sicht eher mau. Zumindest, wenn man es mit unseren Bundesligisten hält. Ich schätze mal, in Madrid dürfte die Stimmung mittlerweile ganz famos sein. Beide Stadt-Teams stehen im Halbfinale der UEFA Champions League, Barcelona ist raus und plötzlich auch im spanischen Liga-Endspurt schlagbar. Das sollte man ruhig einmal erwähnen können – auch wenn es hier eher um hiesigen Fußball gehen soll, was aber im Moment nur wenig Freude bereitet. Was übrigens, aber das nur als Randnotiz, auch für den Ausblick auf die Europameisterschaft gilt. Es sieht nämlich ganz danach aus, als könne Bastian Schweinsteiger NICHT mit nach Frankreich fahren. Die Verletzung … hach, es ist ein Drama und Schuld ist blöde Pep! Doch das ist eine andere Geschichte. Wenden wir uns aktuelleren Draman zu:

Champions League

Sah es nicht unglaublich gut aus für Wolfsburg? Da gewinnen die Wölfe ihr Viertelfinals-Heim-Hinspiel mit 2:0 gegen Real Madrid – und dann treffen sie eine Woche später auf einen Cristiano Ronaldo in Topverfassung. Drei Tore hat der portugiesische Schmierenkomödiant geschossen, was den 3:0-Sieg seiner Mannschaft besiegelte und für den Einzug ins Halbfinale reichte. Wie er das geschafft hat, ist einerseits mit der erschreckenden Harmlosigkeit des VfL zu erklären, aber vor allem mit dem Superhelden-Gen, das Cristiano offenbar in die Wiege gelegt wurde. Übrigens genau wie seinem verschollen geglaubten Zwillingsbruder Clark. Der treibt als Superman sein Unwesen und hat eine ähnlich dämliche Körperhaltung (von der Schmalzfrisur mal ganz zu schweigen) wie sein Bruder beim Freistoß …

Die Bayern halten sich als einziges Bundesliga-Team noch im internationalen Wettbewerb – und mussten dafür nicht einmal gegen Benfica Lissabon gewinnen. Am Ende stand es 2:2 – Energieeffizienz-Fußball halt. Nicht schön, aber wirkungsvoll. Doch wird diese Spielweise für Atletico Madrid reichen, die immerhin den Vorjahressieger Barcelona aus dem Rennen geworfen haben? Man wird sehen.

Europa League

Wenn schon in der „Verlierer“-Klasse spielen, dann wenigstens den Titel holen. So lautete der durchaus trotzig gemurmelte Anspruch des BVB, als die Sache mit den lästigen Donnerstagsspielen in der Europa League losging. Das ist man ja gar nicht gewöhnt in Dortmund, aber man ist flexibel und passt sich an. Und es lief nicht schlecht mit der Anpassung, bis, ja bis Ex-Trainer Jürgen Klopp und dessen Neu-Mannschaft Liverpool auf der Viertelfinals-Agenda stand. Das Hinspiel zuhause hat man noch respektabel mit 1:1 beendet und das Rückspiel lief richtig gut. Echt jetzt. Bis zur 66. Minute sogar brillant! Da führten die Schwarz-Gelben (oder sind es die Gelb-Schwarzen?) mit 3:1 im Stadion der Roten. Läuft, haben sich viele gedacht und sind ins Bett gegangen. Und mussten sich am nächsten Morgen verwundert die Augen reiben: 4:3 – Klopp ist weiter, der BVB  geschockt. Wie konnte das passieren? Keine Ahnung, ich hab geschlafen, aber es muss traumatisch gewesen sein – für die BVB-Fans. Die Anhänger der Reds waren ganz bestimmt aus dem Häuschen, ob der fulminanten Aufholjagd.

Bundesliga

Ist das Schicksal von Hannover 96 nun schon endgültig besiegelt, oder müssen wir noch so tun, als hätte sie eine Chance? Immerhin haben die Hannoveraner am Freitag Mönchengladbach mit 2:0 besiegt! Ob’s noch was bringt? Auch für Frankfurt sieht es immer düsterer aus. Schon wieder eine Niederlage – diesmal ein 0:3 gegen die Werkself aus Leverkusen. Im Schwaben-Derby macht Augsburg einen Punkt wett – dank des 1:0-Siegs über Stuttgart. Auch Werder schnappt ein wenig nach Luft. Der 3:2-Sieg über Wolfsburg (man darf jetzt offiziell sagen: Scheiß-Saison!) macht ein wenig Hoffnung für den Klassenerhalt. Aktuell ist man auf dem Relegationsplatz. Davon ist Hoffenheim schon lange weg. Mit dem Jungspund-Trainer läuft’s wieder wie geschmiert. Zu sehen beim 2:1 gegen Berlin. Darmstadt besiegt im Aufsteiger-Derby Ingolstadt mit 2:0 – der Klassenerhalt ist jetzt für beide Teams ziemlich wahrscheinlich. Die Bayern falten Schalke mit 3:0 zusammen, genau wie die aus der Schockstarre erwachten Dortmunder den HSV. Und zum Finale des Spieltags schockt im Karnevals-Derby Köln auch noch Mainz mit 3:2 – und das nach einer 2:0-Führung der Mainzer. Willkommen im Liga-Blues.

Morgen geht’s schon wieder weiter mit dem ersten Pokal-Halbfinale: Energiespar-Bayern empfangen die Alles-auf-eine-Karte-Bremer. Wird bestimmt ganz amüsant!

Ruhr-Rumpel und Bayerndusel am 29. Spieltag

Schalke-BVB

Der BVB verabschiedet sich nach dem 2:2-Unentschieden im gestrigen Pott-Derby auf Schalke mehr oder weniger offiziell von Titelambitionen – zumindest von denen in der Liga, denn da hat der FC Bayern (3:1-Daddelsieg am Samstag gegen Stuttgart) jetzt wieder sieben Punkte Vorsprung. Unwahrscheinlich (aber nicht vollkommen unmöglich), dass sich da in den verbleibenden fünf Spielen der Saison noch etwas ändert. Trotzdem hat man in Dortmund allerbeste Laune und tönt aktuell auf Facebook folgendermaßen: „Borussia Dortmund hat keines der 18 Pflichtspiele im Jahr 2016 verloren (14 Siege, 4 Unentschieden); der BVB bleibt damit in der Bundesliga die Nummer 1 in der Rückrunden-Tabelle und holte 68 Punkte aus 29 Spielen – nie zuvor waren es so viele!“ So kann man sich natürlich auch eine ganze Menge schönreden. Aber vielleicht reißen sie ja noch was in der Europa League (da hat’s letzten Donnerstag gegen Klopps Liverpool allerdings auch nur zu einem 1:1 gereicht) und im Pokal. Man wird sehen.

Viel spannender als das, was FCB und BVB in der Liga treiben (die Plätze 1 und 2 sind ihnen ohnehin sicher – egal, was noch passiert!), ist die restliche Tabelle. Vor allem das südliche Ende. Bereits am nächsten Spieltag könnte Hannover 96 als sicherer Absteiger feststehen. Das 2:2 gegen Hertha BSC am Freitag hat nicht wirklich Entspannung gebracht. 18 mickrige Punkte und 9 Zähler Abstand zum Tabellenvorletzten Eintracht Frankfurt geben nicht viel Anlass zur Hoffnung. Da ist das Remis für die Hertha fast noch blöder, denn Platz 3 ist in aktuer Gefahr. Nur noch ein Pünktchen Abstand vor Bayer Leverkusen – und selbst Gladbach, Mainz und Schalke (mit jeweils 45 Punkten) können den Champions League-Ambitionen der Hauptstädter noch gefährlich werden.

Übrigens kann neben Hannover noch die komplette Hälfte von Liga 1 absteigen – so knapp ist das Rennen. Ab Platz 10 (derzeit HSV) ist für alle noch die zweite Liga möglich … Spannende Sache. Und das sind die Ergebnisse des 29. Spieltags im Überblick:
Hertha – Hannover: 2:2
Hamburg- Darmstadt: 1:2
Stuttgart – Bayern: 1:3
Bremen – Augsburg: 1:2
Frankfurt – Hoffenheim: 0:2
Ingolstadt – Mönchengladbach: 1:0
Wolfsburg – Mainz: 1:1
Schalke – Dortmund: 2:2
Köln – Leverkusen: 0:2