Still got the blues – Italien und Island triumphieren in Blau

Still got the blues

Das Grauen trägt Blau

Ich würde mal wetten, dass Spanier wie Engländer bei blau derzeit rot sehen. Es kann doch kein Zufall sein, dass die Gewinner der beiden letzten Achtelfinals dieser Euro blaugewandet auf den Plätzen wirbelten, oder? Noch dazu im exakt gleichen Farbton. Als erstes traf es die Spanier, die vor vier Jahren Italien im EM-Finale besiegten. Deutlich besiegten! Mit 4:0 besiegten! Da saß die Schmach noch immer tief in den Herzen und Köpfen der Azzurri. Doch Angst war unnötig, denn „von Männern, die aussehen, als hätten sie einen Herzschuss“ (das Zitat stammt von Freundin Anja und bezog sich auf die absurd scheußlichen Leibchen der Spanier) muss sich keiner fürchten. Und schon gar nicht ein Volk, das so unerschrockene Männer wie Gigi Buffon, Giorgio Chiellini, Bud Spencer und Terence Hill hervorgebracht hat. So nannten die Italiener den Gegner kurzerhand Mücke und machten sie mit 2:0 platt. Adios, Titelverteidiger!

Irgendwie passend dazu:

R.I.P. Bud Spencer!

Ice, Ice, Baby

Selten standen die Chancen für eine englische Fußballmannschaft so gut, in der K.O.-Runde eines großen Turniers weiterzukommen, als in diesem Jahr. Dachten jedenfalls die Engländer, die frohlockend den Gegner Island fürs Achtelfinale auf dem Stundenplan erspähten. Doch die Buchmacher irrten auch diesmal. Letzte Woche waren sie sich noch ganz sicher, dass Großbritannien in der EU bleiben würde – gestern waren sie sich ganz sicher, dass England in der EURO bleiben würde. Fulminantes Totalversagen! Denn das dummbatzige Volk und die kühnen Isländer haben flugs für einen doppelten BREXIT gesorgt. Und das, nachdem Rooney seine, in blässlich-weißlichen Trikots gekleidete, Three Lions in Führung geschossen hatte. In der vierten Minute war es, nachdem dem isländischen Torhüter ein Fehler unterlaufen war (der einzige im ganzen Spiel). England bekam Elfmeter, Rooney traf sicher. Spätestens da, hätte man es ahnen können: England und Elfmeterschießen – das kann nix werden! Und tatsächlich, kaum zwei Minuten später glichen die Wikinger aus und nach einer guten Viertelstunde gelang Sigthorsson bereits das Siegtor zum 2:1. Die restlichen gut 70 Minuten versuchten zunehmend verunsicherte Engländer das Spiel noch zu drehen, doch vergeblich. Gegen so viel blaue Gefahr, noch mehr Herz und durchaus spielerisches Vermögen, war nichts auszurichten. Übrigens hat Trainer Roy Hodgson das Gleiche gemacht wie David Cameron nach dem verlorenen Referendum: er ist zurückgetreten.

Still got the blues

Was bedeutet das jetzt für die nächsten Spiele? Ins Halbfinale wird in jedem Fall schon mal ein Po einziehen – denn das erste Viertelfinale heißt #POPO (Polen – Portugal – zwei Mannschaften, die eher selten in Blau auflaufen) – und natürlich Belgien, denn die roten Teufel werden ohne den allergeringsten Zweifel Wales besiegen. Doch dann? Deutschland gegen Italien. Allein beim Anblick dieser Paarung rinnt den meisten deutschen Fans der Angstschweiß von der Stirn. Können Jogis Jungs zum ersten Mal in der Geschichte Italien in einem Turnier schlagen? Ich gehe fest davon aus. Auch von Bastian Schweinsteiger in der Startelf! Und dann kommst schließlich Frankreich gegen Island. Ob sich „Les Bleus“ schon vor den Nordmännern fürchten – die in dieser Partie wohl nicht in blau auflaufen dürfen? Ich gehe schwer davon aus und traue den Isländern wirklich alles zu. Schlimmstenfalls sogar einen Halbfinalssieg über Deutschland … Und spätestens dann hätten wohl auch wir den Blues.

LaMannschaft und Red Devils – ziemlich beste Teams

Ziemlich beste Mannschaften

LaMannschaft & Belgian Red Devils – Titelfavoriten?!

Gut, es mag sein, dass diese Einschätzung ein wenig subjektiv gefärbt ist, aber nach den gestrigen Achtelfinals der Nachbarn Deutschland und Belgien, drängt sich ein gewisses tendenziöses Bild auf. Was war die EURO2016 bis dahin geprägt von todlangweiligen Spielen! Selbst wenn man über die Vorrunde den Mantel des Schweigens legt, auch die ersten Achtelfinal-Partien waren für die Tonne. Beginnend mit dem XL-Horror Schweiz-Polen, dwe erst im Elfmeterschießen entschieden wurde – glücklich für die Polen. Oder das ultrazähe Not-gegen-Elend-Match der Debütanten Wales und Nordirland. Dort haben sich die BREXIT-Befürworter Wales gegen die BREXIT-Gegner Nordirland durchgesetzt. Puh. Kann es noch schlimmer werden? Oh ja! Auch Portugal hat die Verlängerung gebraucht, um mit einem mageren 1:0 Kroatien zu besiegen. Frankreich wäre fast gegen Irland rausgeflogen, konnte die Partie aber innerhalb der regulären Spielzeit noch drehen und mit 2:1 entscheiden.

Dann stand Deutschland gegen die Slowakei auf dem Spielplan und wer noch die Wasserschlacht von Augsburg in Erinnerung hatte, wusste: das wird kein Selbstläufer! Man saß also ziemlich gespannt vorm Fernseher (und mit Hund im Müller-Trikot) und wagte kaum, das Beste zu hoffen. Doch es dauerte gar nicht lang, bis Boateng das 1:0 schoss. In der achten Minute gelang ihm das wichtige Tor und sein erster Treffer für LaMannschaft obendrein. Doch nicht er, sondern Julian Draxler war Man of the Match. Der Wolfsburger zeigte die mutmaßlich beste Leistung seiner Karriere, bereitete das Tor von Mario Gomez vor und traf nach der Pause sehenswert selbst zum ungefährdeten 3:0 Endstand. Wow!

Doch das klarste Ergebnis dieser EURO hatte nicht lange Bestand. Die Nachbarn aus Belgien zerlegten nach ziemlich dröger erster Halbzeit (da glaubte man schon fast wieder an einen Rückfall in die ersten Achtelfinals) die bedauernswerten Ungarn mit einem 4:0-Kantersieg. Das war schon ziemlich spektakulär und eine klare Ansage an den kommenden Gegner (die Defensiv-Künstler aus Wales).

Ich finde ja, dass Belgien nicht nur mehr Tore im Achtelfinale geschossen hat als Deutschland, sondern auch den besseren Mannschaftsspitznamen hat. Belgian Red Devils klingt einfach viel gefährlicher als LaMannschaft. Aber das muss auf lange Sicht auch nichts heißen – nur vielleicht, dass Belgiens Chancen im Viertelfinale zumindest vordergründig günstiger erscheinen, als die von Deutschland. Denn unser Gegner heißt entweder Spanien oder Italien.

Spanien oder Italien – Italien oder Spanien

Diese Begegnung gehört eigentlich mindestens ins Halbfinale, doch durch die seltsamen Spielereien der Veranstalter kommt es jetzt schon im Achtelfinale zur ulitmativen Elefanten-Paarung. Wer wird Deutschlands Gegener fürs Viertelfinale? Bald werden wir’s wissen und ich hoffe vor allem auf eines: auf ein attraktives Spiel!

Das wiederum ist im letzten Achtelfinale England gegen Island nicht zu erwarten, doch da sind meine Vorlieben eindeutig: Ich drücke Island die Daumen!!

What a Messi!

Messi hat fertig! Nachdem Argentinien in der Copa Americana (sowas wie die amerikanische EURO) im Finale Chile unterlag, hat Wunderstürmer Lionel Messi das Handtuch geworfen. Nicht final, aber zumindest seine Nationalmannschaftsfußballschuhe hängt er an den Nagel. Er mag nicht immer verlieren müssen. Klar, ist er ja sonst nicht gewohnt …

LaMannschaft: Die Antwort geben wir neben dem Platz

Spitzentrio

„Die Antwort geben wir auf dem Platz!“ – so lautet eine der beliebtestens Fußball-Plattitüden. Und dieser Satz ist so lahm wie falsch, denn bei der laufenden EURO findet die Action fast ausschließlich NEBEN dem Platz statt.

LaMannschaft

Das gilt auch für #LaMannschaft! Man erinnere sich an das totdiskutierte Hosen-Schnüffel-Gate von Jogi beim ersten Gruppenspiel gegen die Ukraine. Nach dem Polen-Spiel war es Boateng, der aufrüttelnde Worte in Richtung Offensiv-Abteilung fand und nach dem furiosen Spiel gestern gegen Nordirland, fand das eigentliche Spektakel auch wieder in der Interview-Zone statt. Doch erst zwei Sätze zum Spiel: Ich fand’s ziemlich großartig was die leicht veränderte Adler-Elf da auf den Platz gezaubert hat. Mit Kimmich statt Höwedes und Gomez statt Draxler/Schürrle kam deutlich mehr Zug zum Tor. Allein Thomas Müller hatte handgezählt 19 Großchancen, die Kugel zu versenken – allein es klappte nicht. Was unterm Strich nicht weiter schlimm war, denn er legte einmal wunderbar für Mario Gomez auf, der Deutschland mit einem Tor zum Gruppensieg schoss. Alle waren nach der Partie selig und begeistert vom rasanten Spiel. Alle? Nein, Jogi nicht! So übellaunig wie beim Gespräch mit Delling hat man ihn selten gesehen. Und Thomas Müller gab erfrischenderweise zu: „Es war nicht nur Pech, dass der Ball nicht reingegangen ist. Es war auch Unvermögen.“ Großartig.

Iberischer Blues

Die Titelverteidiger aus Spanien haben sich gestern in eine wirklich blöde Situation manövriert – sie verloren gegen Kroatien verdient mit 1:2 und sind somit nur noch Tabellenzweiter. Was bedeutet, dass sie im Achtelfinale gegen Italien antreten müssen. Was wiederum bedeutet, dass LaMannschaft (so sie das Achtelfinale übersteht) entweder gegen Italien oder Spanien im Viertelfinale ran muss. Aber darüber machen wir uns erst Gedanken, wenn es soweit ist. Nach dem Abpfiff waren die Spanier jedenfalls ziemlich betreten, wie man hört.

Überhaupt läuft es nicht gut für die Iberer. Während Spanien immerhin die Vorrunde überstanden hat, ist das für Portugal immer noch nicht ganz sicher. Das 1:1 gegen Island und das 0:0 gegen Österreich lassen nicht mehr viel Raum für Ausreden vor der heutigen Partie gegen Ungarn. Die Nerven liegen blank – wie man bei Cristiano Ronaldo schön beobachten kann. Und auch sein Landsmann Pepe steht im Fadenkreuz der Kritik. Der legendäre Gary Lineker hat ihn ins Visier genommen und ihn als „Pisser von gulliverhaften Dimensionen“ beschrieben, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet. Mal sehen, ob da die Anwort auf dem Platz kommt oder doch eher daneben …

PS: Ich drücke übrigens voller Inbrunst den Isländern die Daumen – auch wenn es mir für Österreich ein bisschen leid tut, aber dort hat man derzeit auch ziemlich abseitige Debatten …

Trikotgate: Nerven geschont, Trikots zerrissen

Trikot

Vor ein paar Tagen habe ich behauptet, ich würde NIE bei Fußballspielen weinen. Das war eine Lüge! Bei der EURO2016 weine ich inzwischen regelmäßig – vor Langeweile! Wenn nicht bald mal ein bisschen Action in diese Veranstaltung kommt, dann, dann … dann weiß ich auch nicht. Aber ist es nicht eine bodenlose Frechheit, dieses endlose, todlangweilige Taktieren?

Ein paar unterhaltsame Anekdoten habe ich aber doch zusammengetragen:

Frankreich und die Schweiz qualifizieren sich trotz todlangweiligem 0:0 fürs Achtelfinale – die Eidgenossen brauchen bis dahin aber einen neuen Austatter, denn gestern gingen gleich sieben Leibchen den Weg alles Irdischen. Rrrrrrratsch – schon war das nächste Stück Oberbekleidung hinüber. Puma is not amused und spekuliert über einen mysteriösen Materialfehler, der aber nur und ausschließlich die Charge der Schweizer Turnier-Wäsche betrifft. Alles andere ist nach wie vor tippitoppi. Klar, oder?

Ich würde mich irre freuen, wenn ein französischer Nationalspieler (oder meinetwegen auch mal Olli Welke!) an der Oberbekleidung von Herrn Kahn zupfen würden. Vielleicht wäre das Ersatz-Outfit ansprechender? Man weiß es nicht. Immerhin wurde ihm gestern kurzfristig von Experte Martin Schmitt die Show gestohlen. Der Schweizer, der Mainz 05 coacht, hatte nicht nur eine oberlässige Frisur, sondern auch ein Klamottenensemble am Leib, das … großartig jedenfalls.

Ich bin noch nicht durch mit der Bekleidung. Bereits vorgestern konnte man ja sehr schön nicht nur die geballte Inkompetenz des eitlen Gockels Cristiano Ronaldo bewundern – kein John-Wayne-Freistoß wurde je gefährlich und sein Elfmeter ging auch nur an den Pfosten – sondern auch seine Unterwäsche. Aus unbekannten Gründen (Frustbewältigung?) zog er seine Spielerbux so hoch, dass man das blaugemusterte Gemächtegeschmeide bewundern konnte. Ist bestimmt aus seiner CR7-Kollektion. Nützt nur nix, denn der selbsternannte Titelaspirant Portugal schaffte gegen Österreich nur ein 0:0 – und das nachdem es schon gegen Island nur zu einem 1:1 gereicht hat … Da wird sich doch nicht ein Favorit vorzeitig verabschieden?

Mein Herz gehört jedenfalls den Isländern – und den Iren. Letztere sind zwar spielerisch nur so, sagen wir mal: mittel!, aber stimmlich ganz groß! Das Baby in der U-Bahn wird garantiert die schönsten Träume gehabt haben. In diesem Sinne: gute Nacht! Ich erwarte weder von RUSWAL noch von SVKENG echte Knaller. Kann ich also früh schlafen. Denn morgen wird’s ernst! 😉

Jogis Taktikbesprechung: Glaube! Kämpfe! Liebe!

Sprüche

Letztlich ist es keine Katastrophe, was gestern in Saint Denis passiert ist: Deutschland und Polen trennten sich im zweiten Gruppenspiel der EURO2016 mit 0:0. Beide Mannschaften haben nun vier Punkte und werden – wenn es nicht ganz haasträubend blöd läuft – ins Achtelfinale einziehen. Trotzdem war’s ein echt mieser Abend für die Zuschauer, denn es war eine tödlich langweilige Angelegenheit. Ein uninspirierter Kick, geprägt von ängstlichem Taktieren – und ohne Durchschlagskraft. Eines ist sicher: SO wird man nicht Europameister! Klar, dass heute Krisensitzungen auf der Agenda stehen. Die streng geheime Taktikbesprechung zwischen Jogi Löw und seinem Kapitän Bastian Schweinsteiger haben wir dank ausgefuchster Investigativ-Methoden aufzeichnen können.

Glaube! Kämpfe! Liebe!

Nach dem Frühstück bittet der Bundestrainer seinen Kapitän zum Vieraugengespräch. „Basti, wir müssen uns dringend über das gestrige Spiel unterhalten. Wenn wir weiter so auftreten, können wir uns das Thema Europameister wohl abschminken.“ Jogi zupft sich am Ohrläppchen.

„Das wäre eine Kathastrophe, denn das ist der einzige Titel, der mir noch fehlt. Ich hab mich doch nicht zu meinem Vergnügen wieder fit trainiert. Ich will Europameister werden!“ Schweinis Augen funkeln genauso stahlgrau wie seine Haare. Der angejahrte Captain meint es ernst.

„Deshalb unterhalten wir uns ja jetzt. Denken hilft!“ Jogi kratzt sich wie zur Bekräftigung dieser Worte am Kopf.

„Stimmt schon, Trainer“, lenkt Basti ein und senkt versonnen den Blick. „Und es war ja auch nicht alles schlecht. Wir müssen jetzt nur die richtigen Schlüsse draus ziehen! Es ist doch so: Wenn dir das Leben Zitronen schenkt ,…

… dann mach Limonade draus?“ Jogi winkt genervt ab. „Basti, da ist viel zu viel Zucker drin, das macht euch nur noch schlapper.“

„Das wollte ich auch gar nicht sagen, sondern: Dann nimm Salz und Tequila und mach einen drauf!“ Schweinsteiger grinst jetzt so spitzbübisch wie beim Sommermärchen 2006.

„Ich hätte den Poldi doch nicht mitnehmen sollen“, murmelt Jogi, der davon ausgeht, dass diese Sprüche nur vom kölsch-polnischen Spaßvogel stammen können.

„Der Poldi hat dir doch gerade erst den Arsch gerettet!“, verteidigt Schweini empört seinen besten Kumpel.

Man kann sich stets darauf verlassen, dass die Menschen mit Inbrunst ihr gottgegebenes Recht auf Dummheit durchsetzen!„, stöhnt Jogi genervt auf und fügt gleich darauf hinzu: „Damit meine ich nicht den Lukas, sondern diese ganzen Internet-Fuzzis. Haben die nichts anderes zu tun, als sich über meine Fingerfertigkeit zu mokieren?“

Wahre Freunde sind genauso verrückt wie du selbst„, gibt Basti nun weise zu bedenken. „Aber wollten wir nicht über die Taktik fürs nächste Spiel reden?“

„Guter Einwurf, Basti!“, lobt Löw. „Wenn Du denkst es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein Lichtlein her. Und eine Erleuchtung wäre jetzt nicht schlecht …“

„Ach Trainer, nicht schwarzsehen. Machen wir’s doch einfach wie in Brasilien. So nach dem Motto: Am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende! Das hat doch 1a funktioniert.“ Schweisteiger wirkt jetzt so dynamisch-entschlossen wie ein Motivations-Coach.

„Genau. So machen wir’s!“ Jogi kratzt sich im Schritt und schnüffelt dann an seinen Fingern. Er zögert einen Moment, dann sagt er: „Ich werde es jetzt der Mannschaft verkünden. Unsere neue Parole für die Partie gegen Nordirland lautet: Glaube! Kämpfe! Liebe!“ Er steht auf und strebt zur Tür.

„So ist es, Coach! Denn: Wahre Liebe überwindet alle Hindernisse!„, ruft Bastian laut und sieht zu, dass er hinterherkommt.

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Dieses Protokoll konnte ich dank der oben erwähnten geheimen Abhörmethoden verfassen – und dank der farbig hinterlegten Sprüche und Leitsätze, die ich unschuldigen Leserinnen in einem vollkommen anderen Zusammenhang entlockt habe. Mädels, nehmt es mir bitte nicht übel!

 

EURO2016: Erkenntnisse des 1. Spieltags

 

1. Spieltag der EURO2016

Auch wenn der zweite Spieltag schon läuft  – Russland unterlag der Slowakei mit 1:2 (#RUSSVK – vielleicht hat sich damit das Thema Hooligans bald von alleine erledigt) und Rumänien und die Schweiz trennten sich mit 1:1 (#ROUSUI) und bei #FRAALB sind noch gar keine Tore gefallen – hier kommt ein kleiner Rückblick auf den ersten Spieltag. Um zu präzisieren: meine persönlichen Highlights und Erkenntnisse!

Erkenntnis 1: Abba dient der Völkerverständigung

Himmel, waren diese Hooligan-Bilder ekelhaft! Englische, russische, französische, deutsche „Fans“, die nichts anderes sind als gewaltgeile Vollidioten, die volltrunkend marodierend Städte und Stadien in Angst und Schrecken versetzen. In den milderen Fällen. In den schwereren gab’s etliche ernsthaft verletzte Menschen. Wie schön dagegen die Bilder rund um die Partie Irland-Schweden! Gemeinsam feiernde, Abba-Songs singende Fans, die einfach Spaß haben. Lustig, fröhlich, friedlich! Abba geht einfach immer.

Erkenntnis 2: Schweinsteiger ist der BESTE

ICH weiß das schon lange, aber jetzt hat es scheinbar auch der Rest der Welt begriffen. Schweini hat’s einfach immer noch drauf. Völlig egal, dass er angeblich zu alt, zu schwer und zu langsam ist – in der Nachspielzeit gegen die Ukraine hat er es einfach allen gezeigt! Warum ich es immer schon wusste, kann man übrigens auch 1a in meinem Roman Gefühlte Wahrheit nachlesen. Womöglich gibt’s den morgen anlässlich des nächsten Gruppenspiels wieder zu gewinnen …

Erkenntnis 3: Alte Männer darf  man nicht unterschätzen

Ist eigentlich auch schon in Erkenntnis 2 dokumentiert, aber noch eindrucksvoller wurde die These im Spiel mit dem bislang schönsten Hashtag #BELITA untermauert. Die hochfavorisierten, höchsttalentierten jungen Belgier hatten schlicht keine Chance gegen die abgezockte Squadra Azzurra, die angeführt vom 38-jährigen Capitano Gigi Buffon zeigte, WER hier Titelfavorit ist. Respekt! Aber ich hoffe trotzdem, dass es nicht so bald in diesem Turnier wieder #GERITA oder #ITAGER heißen wird …

Erkenntnis 4: Isländer sind schöner als CR7

In Island herrscht derzeit akute Landflucht. Geschätzt ein Viertel der Gesamtbevölkerung (etwa so viel wie Bielefeld Einwohner hat) befindet sich derzeit in Frankreich, um ihr Team anzufeuern. Bei dem vermeintlichen Underdog aus dem hohen Norden gibt’s nicht nur prächtige Frisuren und Bärte zu bewundern, sondern auch einen Herren namens Sigthorsson. Das Siegtor hat er nun nicht geschossen, aber immerhin haben er und seine Kollegen der portugisischen Elf rund um Gockel Cristiano Ronaldo ein 1:1 abgetrotzt – und dieses Unentschieden wie einen Titelgewinn gefeiert. CR7 hat sich prompt wieder von seiner unsportlichen Seite gezeigt und sicht dem Trikottausch verweigert, der Volldepp! Ach, was trauere ich einem Luis Figo nach … Und so lange halte ich es einfach weiter mit den Isländern, die ich schon als kleines Mädchen toll fand.

Erkenntnis 5: Man lernt nie aus!

 

Zum Weinen: Schweinsteiger schreibt Geschichte

Heldenverehrung Teil 1

Freudentränen

Ich habe durchaus nah am Wasser gebaut und mir ist öfter mal zum Weinen – wenn ich gähnen muss, wenn ich einen sentimentalen Film sehe, wenn ein unbekannter Hund in meiner geschätzten „Airedale Owners Group“ über die Regenbogenbrücke klettert, wenn ich mich über jemanden sehr ärgere, wenn mich eine Heuschnupfen-Attacke erwischt … beim Fußball jedoch nie! Höchstens, das Spiel ist so langweilig, dass mir deshalb die Augen tränen (siehe Gähnen). Gestern sind mir jedoch tatsächlich zum ersten Mal die Tränen in die Augen geschossen – bei Bastian Schweinsteigers Tor! In dieser kurzen Szene – buchstäblich, denn er durfte für gerade Mal drei Minuten aufs Feld – war alles an Dramatik drin, was sonst nur Sean Connery in seinem Spätwerk vorbehalten war: der gezeichnete alte Held bündelt für einen genialen Moment alles an Kraft, Erfahrung und Leidenschaft – und schreibt Geschichte!

Und was für eine Geschichte! Allen Spöttern, Lästerern und Hobby-Bundestrainern hat er in diesem Moment die schandhaft schwätzenden Mäuler gestopft! Zu alt? Zu schwer? Zu gestern? Pah! Dabei, das muss man jetzt ehrlicherweise auch sagen, wäre sein Heldeneinsatz gestern noch gar nicht so dringend nötig gewesen. Dank Shkodran Mustafi (mit seinem allerersten Tor für die Adler-Elf überhaupt), den sagenhaften Reaktionen von „Ich halte alles!“-Neuer und der Irrsinns-Rettungsaktion von Lieblingsnachbar Boateng, war die höchst rasante und (wegen der mutigen Ukrainer) erschreckend offene Partie schon ziemlich sicher erfolgreich im Sack, als der Kapitän den Rasen betrat. Doch sei’s drum. Es war zum Weinen schön!

PS: Bei dieser Gelegenheit muss ich dann doch mal drauf hinweisen, dass ich praktisch als Einzige (zumindest in allen mir bekannten Tippspielen) das korrekte Ergebnis vorausgesagt habe! Auch das ist ein Grund für Lachtränen!

Wuttränen

Ein paar andere Tränen habe ich gestern aber leider auch verdrücken müssen. Wuttränen über die bodenlose Brutalität der Hooligans, die es sich wohl zum Ziel gesetzt haben, mit sinnloser und exzessiver Gewalt die Eurpameisterschaft zu missbrauchen und zu gefährden. Und es sind nicht nur die notorischen Engländer und Russen, nein aggressive, betrunkene Dumpfbacken gibt’s in allen Nationen – leider auch in Deutschland. So ist ein Grüppchen deutscher „Fans“ gestern in Lille ebenfalls auf- und ausfallend geworden. WARUM NUR??? Was bewegt diese Männer nur?

Diese Frage lässt sich mit Recht – und mit schätzungsweise ähnlich unbefriedigendem Ergebnis – auch nach der sinnlosen Bluttat von Orlando stellen. Ein mutmaßlicher Anhänger des IS hat in einem Schwulenclub 50 Menschen getötet und nochmal so viele schwer verletzt. WARUM??? Warum es so absurd einfach für ihn war, sich die Tatwaffen – legal! – zu beschaffen, wird zwar derzeit zwar heftig, aber garantiert ebenfalls ohne Ergebnis diskutiert. Donald Trump fordert in diesem Zusammenhang sogar eine weitere Liberalisierung des Waffenrechts in den USA – und außerdem den Rücktritt von Präsident Obama. Diesen Irrsinn zu kommentieren, ist mir die Zeit zu schade, und außerdem müsste ich bei dieser Gelegenheit auch gleich noch auf den anderen Charmebolzen eingehen, der die globale Politik derzeit so wunderbar unterhält. Erdogan, da fällt mir … nein, ich lass das an dieser Stelle. Dies hier ist schließlich immer noch ein Fußball-Blog. Auch wenn ich darauf wetten könnte, dass Herr Erdogan sich wieder persönlich gedemütigt und beleidigt fühlt (und ziemlich sicher ein Gerichtsverfahren anstrengt), weil SEINE Mannschaft Kroatien unterlegen war …

Getrocknete Tränen

Zum Schluss noch einmal ganz nüchtern dies: Der amtierende Eurpameister Spanien rettet sich nur mit Glück und dem Ehemann von Spielerfrau Shakira vor einer Auftaktsblamage. In der 87. Minute erlöst Garard Piqué die angejahrten Ex-Helden und sorgt somit für einen knappen 1:0-Sieg gegen Tschechien. Gleich hat Ibrahimovic seinen ersten Auftritt bei diesen Spielen. Schweden trifft auf Irland und um 21 Uhr wird’s richtig spannend: der selbsternannte Dauerfavorit Italien bekommt es mit dem Geheimfavoriten Belgien zu tun. Ich bin gespannt!

Carins EM-Tippspiel

EM-Gewinnspiel

Tippspiel

Wer außer mir ist noch so aufgeregt? Heute geht die Europameisterschaft ja endlich auch für Deutschland richtig los, und um uns die Zeit ein wenig zu verkürzen, habe ich mir ein kleines Tippspiel ausgedacht. In ein paar Stunden wird die Partie #GERUKR – oder wie die Welt jenseits von Twitter sagt: Deutschland – Ukraine – angepfiffen, und dann werden wir endlich sehen, ob es Jogis Mannen noch draufhaben.

Ich bin extrem optimistisch, denn erstens ist Bastian Schweinsteiger in viel besserer Verfassung als vor der WM und zweitens ist Marco Reus nicht dabei. Es kann also praktisch nichts schiefgehen.

Aber wie gut wird es konkret laufen heute Abend? Ich bin auf eure Tipps gespannt. Unter allen, die hier in den Kommentaren oder auf der 11Spielerfrauen-Facebook-Seite das richtige Ergebnis tippen, verlose ich zwei signierte Exemplare von meinem Roman „Gefühlte Wahrheit“! Einen für die Website-Tipper, einen für die Facebook-Fans. Ist das ein Deal?

Gefühlte Wahrheit

Warum ausgerechnet „Gefühlte Wahrheit„? Berechtige Frage von all jenen, die die Geschichte nicht kennen. Der Roman ist im Mai 2014 erschienen, also zwei Monate vor der triumphalen Weltmeisterschaft in Brasilien. Den letzten Satz habe ich ungefähr im Februar 2014 geschrieben, als Bastian Schweinsteiger noch vor sich hin siechte und niemand ahnen konnte, welch wichtige Rolle er während der WM spielen würde. Niemand außer mir, denn mir war schon damals klar, das er der Held der Spiele werden wird! Und erschreckenderweise habe ich auch damals schon den unfassbaren Halbfinals-Sieg über Brasilien vorhergesagt. Zugegeben nicht das 7:1 (sonst hätte ich jetzt wohl einen gut bezahlten Job als Lotto-Orakel), aber immerhin einen „fulminanten Sieg“.

Das kann auch für die laufende Europameisterschaft kein schlechtes Omen sein, oder? Ich tippe also auf ein sattes 2:0 für Deutschland – mindestens ein Tor von Thomas Müller. Und jetzt seid ihr dran! Ich bin gespannt und drücke uns allen die Daumen. Viel Spaß!

Hooligans, Glanzhemden, Neubürger und Bruder-Duell

Old Lion vs new Russian

Tag 2 der Euro2016 und wir können bereits einige Trends erkennen:

  1. Oliver Kahn hat schon wieder ein Garderoben-Problem – heute ein schwarzes Satinhemd! Ernsthaft. Was läuft da falsch??
  2. Das ZDF hat ein Olli-Problem – heute sind es gleich drei. Neben dem seltsam gewandeten Olli Kahn moderiert Olli Welke (immerhin optisch unauffällig) und es kommentiert nicht Herr Réthy, sondern Olli Schmidt. Yeah. Ich fordere eine Namensquote! Maximal ein Olli pro Sendung!
  3. Die EM hat ein Hooligan-Problem! Oder präziser: England hat ein Hooligan-Problem. Leider keine Neuigkeit und noch erheblich ärgerlicher als das Mainzer Olli-Gate.

Hooligans

Gestern und heute randalierten Hooligans in Marseille. Die Sicherheitschefin der Stadt ist entsetzt – und erstaunlich überrascht, denn Hallo: England spielt! Und dort gibt es ein nicht zu leugnendes Hooligan-Problem. Darauf hätte man auch vorher kommen können. Ob’s was geholfen hätte, ist allerings fraglich, denn es ist eher unwahrscheinlich, dass sich die gewaltbereiten Idioten von irgendwelchen Maßnahmen hätten abschrecken lassen. Den Deppen geht’s nicht um Sport, sondern nur um Krawall. Und falls es da draußen einen Menschen gibt, der mir dieses Phänomen mal schlüssig erklären kann, dann höre ich sehr gerne zu. Mir scheinen alle Indizien für einen Gen-Fehler zu sprechen. Dieses fragile Y-Chromosom hat wirklich teuflisches Potenzial.

Was sagt Wikipedia zum Thema? „Mit dem Begriff „Hooligans“ werden meist junge Männer bezeichnet, die sich in Gruppen im Umfeld von Fußballspielen oder anderen Großereignissen Schlägereien mit rivalisierenden Gruppen oder auch mit Sicherheitskräften wie der Polizei liefern. Diese können sich spontan beim Aufeinandertreffen der Gruppen bilden, finden teilweise aber auch organisiert an abgesprochenen Orten statt. Häufig gehen sie mit massiven Formen des Vandalismus sowie auch mit Gewalt gegen unbeteiligte Dritte einher. Die Beteiligten selbst betonen den Nervenkitzel und sehen ihr Verhalten eher als „Wettstreit unter harten Männern“ (Eckert, Steinmetz & Wetzstein, 2001). Zudem spiele das besondere Erleben in der Gruppe, das Zusammengehörigkeitsgefühl, gegenseitige Anerkennung und auch Machterleben eine Rolle. Historisch fanden bereits seit dem Mittelalter gewalttätige Ausschreitungen unter Zuschauern von Wettkämpfen statt sowie im organisierten Fußball bereits zu Anbeginn seiner Geschichte (Dunning, 1999; Frosdick & Marsh, 2005). Gelegentlich kommt es auch bei anderen Sportarten wie Eishockey, Rugby, Cricket oder American Football zu gewalttätigen Ausschreitungen im Publikum (Frosdick & Marsh, 2005), jedoch am häufigsten im Kontext des Kulturphänomens „Fußball“.[3]

Deprimierend! SEHR!

Bruder-Duell

Heute präsentierten sich gleich drei EM-Debütanten im neuerdings aufgeblasenen Teilnehmerfeld. Besonders pikant war dabei die Begegnung #ALBSUI, bei der sich ein Bruderpaar gegenüberstand. Die Herren Taulant (für Albanien) und Granit (für die Schweiz) Xhaka beharkten sich – mit glücklicherem Ausgang für die Eidgenossen. Das Wording vor dem Spiel: „90 Minuten lang sind wir keine Brüder!“ Überhaupt gibt’s bei dieser EM ziemlich viele Brüder, doch die anderen spielen jeweils in der gleichen Mannschaft. Wer erinnert sich noch an das Boateng-Duell bei der letzten WM? Kevin-Prince für Ghana gegen Jerome für Deutschland. Hach, was für eine Dramatik …

Apropos Dramatik: Wie man hört war das 18 Uhr-Spiel der beiden EM-Neulinge Wales und Slowakei auch voller enger und aufregender Szenen. Ich kann leider nicht mitreden, denn ich hab’s nicht gesehen, aber #WALSVK ging mit 2:1 zu Ende und viele hätten den Slowaken zumindest ein Unentschieden gewünscht.

Junge Löwen und neuer Russe

England will’s wissen. Noch nie haben die Three Lions eine Europameisterschaft gewinnen können und noch sehe ich ein Ende dieser Serie nicht, aber das verjüngte englische Team hat sich viel vorgenommen. Und den alten Captain Wayne Ronney mitgenommen. Was womöglich zum Problem werden könnte, denn bei der rasanten Quali war der alte Recke nicht so oft dabei. Er gilt als ein wenig oldschool und … hach, mir fällt gerade ein, dass ich vor sechs Jahren noch über ihn gebloggt habe, dass er nur beim Sound eines laufenden Haarföhns einschlafen konnte. Ich muss unbedingt diesen Beitrag suchen … Egal, England und Rooney wollen mindestens ins Halbfinale dieses Turniers!

Erste Hürde dabei ist heute Russland. Eine Mannschaft, die keiner der drei Ollis vom ZDF so wirklich präzise einschätzen konnte und kann (denn Herr Schmidt ist ja noch dabei). Bemerkenswert ist im russischen Team aber vor allem eine Personalie. Der Schalker Roman Neustädter, der pikanterweise ukrainischer Abstammung ist, wurde vor zwei Tagen von Wladimir Putin persönlich eingebürgert und gibt heute sein Debüt für die Nationalmannschaft. Karrieren gibt’s.

In der Partie #ENGRUS steht’s nach gut 20 Minuten übrigens noch 0:0. Man darf gespannt sein, welches Konzept besser ist – der alte Rooney bei den jungen Löwen oder die Blitzeinbürgerung eines Schalkers für Russland. Spannende Sache … Olli Schmidt findet übrigens, dass England deutlich besser ist – und ich werde einen Teufel tun und ihm widersprechen.

Endlich: die EURO16 beginnt!

Olli-Gate

Ich gebe es zu: so richtig bin ich noch nicht im Fieber, aber optimistisch, dass es spätestens am Sonntag mit dem Auftaktspiel von „La Mannschaft“ soweit ist. Trotzdem gucke ich seit gefühlt drei Stunden die Eröffnungssendung im ZDF für die EURO16 und schwanke zwischen Faszination und Grauen.

WER hat bitte Oliver Kahn bei der Auswahl seiner Garderobe beraten?? Ich würde mal vermuten: NIEMAND! Oder die ZDF-Requisite ist beseelt davon, einen Shitstorm der Modebloggerinnen Europas zu provozieren? Okay, ich gebe zu, auch dieses Szenario ist unwahrscheinlich, denn mutmaßlich gucken die wenigsten Modebloggerinnen die EM und wenn doch, dann nicht das Vorprogramm im ZDF, um sich anschließend echauffieren zu können. Also tu ich es stellvertretend: Lieber Herr Kahn, dieses Pseudo-Smoking-Jackett in Jeans-Optik mit Satinkragen und hellblau-meliertem Hemd GEHEN GAR NICHT!

Getoppt wird er nur von Kommentator Béla Réthy, der – wie wir alle inzwischen mehrfach gehört haben – für die 17 Kilometer aus dem Stadtzentrum ins Stadion ganze drei Stunden mit dem Auto gebracht hat! Irgendwie hofft man noch vor Anpfiff, dass er es nicht geschafft hätte … Puh. Aber da müssen wir jetzt in den nächsten Wochen durch. Zumindest, wenn das Zweite Deutsche Fernsehen Dienst hat…

Ich merke schon, ich groove mich langsam ein. Zwar zunächst mit Nebenkriegsschauplätzen, aber das ist egal. It’s EURO! Und hoffentlich wird es eine friedliche und sportlich anspruchsvolle Veranstaltung. Da nehme ich auch sämtliche ZDF-Ollis und Béla Réthy in Kauf! Gleich geht’s also los mit Frankreich gegen Rumänien. Möge die bessere Elf gewinnen! Ich freu mich!

PS: Angeblich ist Mats Hummels fast wieder fit und Schweini bereit für eine Halbzeit. Sind das gute Nachrichten? Ich finde schon. Aber jetzt erst einmal FRAROU!