Höhenflieger – Abstürzer – Durchwurstler

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Nun ist mal also schon auf psychologische Kriegsführung umgestiegen. Gerüchte und Munkeleien sollen den müden Ligabetrieb aufrütteln, auf dass es etwas spannender wird. Bei machen führt das zur Schockstarre – bei der Autorin dieser Zeilen beispielsweise oder bei Teams wie RB Leipzig und Eintracht Frankfurt.

Angst vorm Erfolg

Was hatten die Newcomer aus Sachsen für eine fulminante Hinrunde – einen Sieg nach dem anderen haben sie sich erspielt, mit einem Fußball, der durchaus frisch und fröhlich war und weite Teile der der etablierten Clubs und deren Fans in weißglühende Rage versetzt hat. Doch das war den roten Bullen egal, sie haben munter weitergespielt und sich mit einem immer größeren Selbstverständnis als Bayern-Jäger Nummer eins etabliert. Bis sie nach der Winterpause beim üblichen Bayern-Jäger antreten mussten und dort nicht nur das Spiel, sondern auch die Leichtigkeit und ihre Unschuld verloren haben. Was vor allem am Wutbürger-Lager in den Reihen der BVB-Anhänger lag, die mit beispielloser Gewalt auf alles einprügelte, was nach einem Leipzig-Fan aussah. Seitdem ist der Wurm drin. Dass Red Bull gestern sogar mit 0:3 gegen Werder Bremen verlor, ist fast schon symptomatisch für eine Krise, die man mit Angst vorm Erfolg umschreiben könnte.

Ähnlich, wenn auch nicht ganz so spektakulär ist die Lage bei der Frankfurter Eintracht. Ende der letzten Saison mogelten sich die Spieler noch irgendwie durch die Relegation und hielten so mit letzter Kraft die Klasse. In dieser Spielzeit flutschte es bei den Frankfurtern wie süffiger Apfelwein. Doch in der Rückrunde bleiben die Siege aus – ein maues 0:0 gestern gegegn Hamburg brachte keine Trendwende.

Angst vorm Absturz

Glaubt man der Fachpresse, haben von den 18 Teams der Bundesliga 13 die realistische Chance, abzusteigen. Das ist … äh … viel. Und erschreckend. Und offenbar so lähmend, dass der Panikmodus insprierende Spiele verhindert… Bei einigen Teams gilt das auch für die höheren Spielklassen. Gladbach unterlag Schalke in der Europa-League und Leverkusen hat sich aus der Königsklasse verabschiedet. Dort tummeln sich noch der BVB (muss im Viertelfinale gegen Pep Guardiola-Bezwinger Monaco ran) und die Bayern (bekommen es mit Real Madrid zu tun). Zurück zum Ligaalltag. Die Frage aller Fragen wird lauten: Wer von den 13 möglichen Abstiegskandidaten wird erstklassig bleiben und wer wird komplett abstürzen?

Sorgenfreie Höhenflieger?

Die gibt’s eigentlich gar nicht. Okay, bei den Bayern läuft es in der Liga wie gewohnt. Im Moment führen sie mit 1:0 gegen Mönchengladbach (das wären 13 Punkte Vorsprung vor Leipzig), aber im DFB-Pokal-Halbfinale droht Dortmund und im Champions League-Viertelfinale Real Madrid. Da kann noch eine Menge schiefgehen …

Zeit für Superhelden

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Superkräfte in der Königsklasse

Ist das nicht toll, dass es doch noch Wunder gibt im Fußball? Und Superhelden – auch wenn die nach französischer Lesart keinen schnittigen Umhang tragen, sondern als Schiedsrichter getarnt auf dem Platz stehen … Jedenfalls hat der FC Barcelona gestern in einem spektakulären Rückspiel 6:1 gegen Paris St. Germain gewonnen – NACHDEM man den Franzosen im Hinspiel mit 0:4 unterlegen und gefühlt bereits aus der Königsklasse ausgeschieden war. Laut französischer Presse waren da allerhand Fehlentscheidungen (oder Schlimmeres?!) im Spiel, doch spekatulär war es allemal.

Der BVB hat sogar einen echten Superhelden in den eigenen Reihen. Pierre-Emerick Aubameyang hat nicht nur eine heldenhafte Frisur, sondern hat seinen Club fast im Alleingang ins Viertelfinale geschossen (drei Tore beim 4:0-Sieg gegen Benfica Lissabon).

Arsenal dagegen hätte sich dringend einen Superhelden gewünscht – besser noch eine ganze Mannschaft davon -, um die ungünstige Ausgangslage nach dem Hinspiel (1:5-Niederlage in München) auszumerzen. Immerhin sind sie im eigenen Haus in Führung gegangen, doch bei diesem Tor von Theo Walcott sollte es auch bleiben. Danach schossen die Bayern wieder fünfmal ins gegnerische Netz – ganz ohne Superkräfte, sondern lediglich mit Dienst nach Vorschrift.

Supermänner in der Liga (dringend gesucht)

So richtig super läuft es – außer für die Bayern – in der Bundesliga nicht. Immerhin gibt’s einen neuen Trainer mit Supernamen. Nachdem Bayer Leverkusen am letzten Wochenende vom BVB mit 6:2 niedergebügelt wurde, musste Coach Roger Schmidt gehen. Ersetzt wurde er von Tayfun Korkut, der zumindest dem Namen nach das Zeug zum echten Superhelden hat. Wir sind gespannt, welche Superkräfte er zu bieten hat.

Bei den Bayern läuft’s zwar derzeit wettbewerbsübergreifend bombig (in der Liga ein lockeres 3:0 gegen Köln), blöderweise gehen die hauseigenen Superhelden nacheinander in Rente. Nach Philipp Lahm hat nun auch Xabi Alonso seinen Abschied zum Ende der Saison verkündet. Robben und Ribery werden auch nicht jünger … mal sehen, ob da nicht am Ende eine Helden-Flaute droht? Aber vielleicht gibt’s ja bald fantastische Nachwuchskräfte aus dem Mutantenstadel?

Darüber würden sich auch die Darm- und Ingolstädter sehr freuen. Für beide Vereine sieht’s zappenduster aus und wenn nicht bald diverse Wunder passieren, werden die beiden wohl absteigen. Wobei es für die zweite Liga noch weitere heiße Kandidaten gäbe: Hamburg, Wolfsburg, Bremen, Schalke … Wir werden sehen. Bereits morgen geht’s in die nächste Runde mit Bayer gegen Werder.

 

Poldi wird Japaner – und Wolfsburg Unterhosenmodel

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Liebe geht durch den Magen

Viel ist passiert in Fußball-Deutschland in den letzten Tagen. Beginnen wir also mit dem Wichtigsten: Lukas Podolski, gebürtiger Pole, Herzenskölner und aktuell Türkei-Söldner, wird ab kommender Saison Japaner! Was für eine Karriere, nicht wahr? Auf seiner Facebook-Seite behauptet er, dass dies keine Entscheidung gegen seinen aktuellen Club Galatasaray Istanbul sei, sondern vielmehr eine Herausforderung, der er sich stellen möchte. Klingt gut, wenn auch etwas wolkig, und machen wir uns nix vor, es gibt bestimmt mehr als einen validen Grund, warum Herr Podolski derzeit lieber nicht mehr am Bosporus tätig sein möchte. Nun wird er also demnächst für Vissel Kobe auflaufen. Kobe kennen die Gourmets unter uns von den schmackhaften Rindern und außerdem liegen Kobe und Köln phonetisch auch ganz nah zusammen. Gut, faktisch trennen die beiden Städte laut luftlinie.org gute 9.000 Kilometer, aber dem Poldi fällt schon was ein, wie er sein Heimweh nach der Domstadt lindern kann. Geld soll dabei ganz hilfreich sein … Außerdem geht ja Liebe bekanntlich durch den Magen und da soll ein gutes Steak schon Wunder gewirkt haben.

Hosen runter

Die aktuelle Bundesligasaison ist für den VfL Wolfsburg bislang einigermaßen unerfreulich verlaufen. Aktuell dümpelt man auf Tabellenplatz 14 und hat schon zwei Trainer rausgeschmissen. Doch jetzt wird alles gut. Ach was: jetzt wird alls grandios! Es gibt einen neuen Chef-Coach namens Andries Jonker, der Holländer ist und schon die Bayern auf Vordermann gebracht hat – als zweiter Mann hinter Luis van Gaal. Herr Jonker gilt als kompetent, was bei den Wölfen kein Fehler ist, aber auch nicht für erhöhten Blutdruck sorgt. Dafür ist der neue Co-Trainer zuständig. Freddie Ljungberg, der erfolgreiche Schwede, will ausgerechnet in Niedersachsen seine Trainerkarriere starten. Und viele, viele, sehr viele (weibliche) Fans hoffen, dass er damit beginnt, indem er die Hüllen fallen lässt. Anfang des Jahrtausends war der hübsche Freddie nämlich angesagtes Unterhosen-Model. Hach, das wird alles sehr spannend …

Voll auf die Zwölf

Kevin Großkreutz hat sich nach seinem Dönerwurf und der Pinkelaffäre vor knapp drei Jahren nun ein neues Skandälchen an der Backe. Wobei, dort hat er aktuell eher Beule und Platzwunde. Der Spieler – derzeit bei Zweitliga-Tabellenführer VfB Stuttgart unter Vertrag – war in der Nacht von Montag auf Dienstag in eine Schlägerei verwickelt gewesen, die zumindest für ihn im Krankenhaus endete. Die genauen Umstände sind ziemlich undurchsichtig, aber angeblich hat der ehemalige Nationalspieler Anzeige erstattet, während sein Verein eine Strafe (gegen ihn?) erwägt.

Lost in Lotte

Fußball gespielt wurde auch in den letzten Tagen. Oder jedenalls zum Teil. Denn von den vier Viertelfinalbegegnungen im DFB-Pokal konnten nur drei stattfinden. Die Partie Lotte vs. BVB musste wegen starken Schneefalls und Unbespielbarkeit des Platzes abgesagt werden. Die Begegnung soll wohl am 14.3. nachgeholt werden und wer immer daraus siegreich hervorgehen wird, bekommt es mit dem FC Bayern München zu tun. Die haben nämlich gestern Schalke mit 3:0 aus dem Turnier gekegelt. Das andere Halbfinale heißt Gladbach (2:1-Sieg über des HSV) gegen Eintracht Frankfurt (1:0 gegen Bielefeld).

Der 22. Spieltag letztes Wochenende war nicht weiter bemerkenswert, wenn man davon absieht, dass Wolfsburg nun einen neuen Trainer (und Co-Trainer!) hat nach der 1:2 Heimpleite gegen Bremen und die Münchner mal wieder ein Spektakel gegen Lieblingsgegner HSV veranstaltet haben: 8:0! Das klingt krass (ist es auch), aber für die Hamburger fast schon Routine bei ihren Gastauftritten in München. Doch nun munkeln alle, dass die Bayern sich erst warmgespielt haben und jetzt richtig aufdrehen … Wir bleiben dran!

Skandal: Langsame Bayern brauchen 96 Minuten zum Ausgleich

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Ist das schön? Endlich gibt’s mal wieder Skandale am laufenden Band in der Liga. Nach den eher unschönen Ultra-Dramen aus der BVB-Ecke (was für ein Elend am Samstag vor leerer Südkurve), hat sich nun auch der Rekord- und Überhauptmeister zu Wort gemeldet. Kann ja nicht sein, dass nur die anderen Clubs für Aufsehen sorgen. Also: Bayern München hat am Samstag 96 Minuten gebraucht, um ein Remis gegen Hertha BSC zu erzielen – und Fußball-Deutschland schäumt.

Wenn’s mal wieder länger dauert

Nach dem lockeren 5:1-Sieg im Achtelfinal-Hinspiel der Königsklasse gegen Arsenal, lief es im Liga-Match gegen Berlin mal wieder ziemlich zäh für die Münchner. Und lange, SEHR lange sah es nach einer Niederlage aus, doch dann zog sich das Spiel und zog sich und zog sich weiter und selbst als die üppige Nachspielzeit abgelaufen war, zog es sich immer noch. Dann gab’s einen (unstrittigen) Freistoß für die Bayern und Lewandowski glich zum 1:1 aus – und dann pfiff der Schiri ab. Und das weitere Elend nahm seinen Lauf. Wütender Protest von Berliner Seite, Spuckattacken gegen Ancelotti, der streckt den Mittelfinger aus … hach, endlich rührt sich wieder was.

Die Einsamkeit vor dem Tor

Oder eher vor der Südtribüne. Der BVB musst nämlich am Samstag tatsächlich ohne die 25.000-Mann-starke gelbe Wand spielen. Die Stimmung war wohl einigermaßen merkwürdig im Stadion, die Spieler aber wie befreit. Nach den eher übersichtlichen Auftritten der letzten Zeit (vor allem die peinliche und komplett unnötige Champions League-Niederlage gegen Benfica Lissabon – 0:1) machten sie mit Wolfsburg kurzen Prozess. 3:0 – zackbummausdiemaus. Vielleicht zukünftig immer ohne die Wand?

Sächsisches Jagdfieber

Der Jagdeifer der Leipziger Bullen wirkte bei den letzten Spielen auch ein wenig gedämpft (kein Wunder, wenn man an die schwarz-gelben Idioten denkt), doch gestern waren sie wieder voll da und besiegten Borussia Mönchengladbach mit 2:1. Der Abstand zu den Bayern beträgt damit „nur“ noch fünf Punkte.

Und sonst so?

Ansonsten war’s ein eher durchschnittlicher Spieltag mit einigen milden Überraschungen, aber weitgehend business as usual: Augsburg unterliegt Leverkusen mit 1:3, Mainz verliert gegen Bremen mit 0:2, genau wie die Frankfurter Eintracht gegen Ingolstadt. Köln und Schalke trennen sich mit einem 1:1, Hamburg und Freiburg mit einem 2:2 und Hoffenheim kennt keine Gnade für die letztplatzierten Darmstädter – 2:0.

 

Das Phantom der Liga

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Gibt es ein Fußball-Phantom?

Seid ihr auch so ratlos wie wir? Man weiß ja schon gar nicht mehr, worüber man schreiben soll – will man nicht in ein endloses Lamento einsteigen, wie langweilig und merkwürdig der teutonische Fußball derzeit ist. Doch es ist nicht schönzureden, irgendwie ist in der Bundesliga derzeit so richtig gepflegt der Wurm drin – und zwar überall. So dass man fast auf die Idee kommen könnte, ein übersinnliches Wesen treibt sein Unwesen. An Donald Trump kann es (hoffentlich) nicht liegen, aber ein Phantom scheint immer nicht mehr abwegig zu sein.

Pokal

Kleine Rückschau auf die Achtelfinal-Partien des DFB-Pokal-Wettbewerbs. Dort hat das Phantom sogar einen Namen. Es ist eine Dame heißt Lotte! Sportfreunde Lotte, um es zu präzisieren, und nein, Frauen spielen keine mit. Aber kernige Kerle, die reihenweise die Favoriten aus dem Wettbewerb kegeln (Bremen, Leverkusen) – jetzt hat es 1860 München getroffen. Da war die Überraschung vielleicht nicht ganz so groß. Im Viertelfinale gibt’s aber wieder einen dicken Brocken: der BVB (dazu gleich mehr, viel mehr) kommt zu Besuch und dem Vernehmen nach, fürchtet man sich in Dortmund jetzt schon.

Beim BVB läuft es ja überhaupt recht ungeschmeidig. Holprige Spiele, Stress mit den Fans (um es milde auszudrücken), einen wütenden Trainer und eine verunsicherte Mannschaft. Im Achtelfinale musste Schwarz-Gelb gegen die Hertha ran – und gewann mühsam und knapp im Elfmeterschießen.

Ansonsten sind weiter: FC Bayern (minimalistischer 1:0-Sieg über Wolfsburg), Eintracht Frankfurt (2:1 über Hannover), Schalke (4:1 gegen Sandhausen), Gladbach (2:0 über Fürth), Bielefeld (Elfmeterschießen gegen Walldorf) und der HSV (2:0 gegen den Effzeh). In zwei Wochen geht’s schon weiter mit den Viertelfinals.

Liga

In der Bundesliga ist das Phantom dagegen nicht so einfach auszumachen. Womöglich ist es auch nicht nur eines, sondern mehrere. Eines könnte „Problem-Fans“ heißen und vor allem in Dortmund spuken. Nachdem aggressive BVB-Ultras am 19. Spieltag Leipzig-Fans und Polizeibeamte attackiert und im Stadion charmanteste Banner über die Südtribüne gespannt haben, sollte es am Wochenende beim Auswärtsspiel in Darmstadt wieder richtig schön und gut werden. Ein Sieg war ohnehin eingeplant (Hallo, Darmstadt?! Einsames Tabellenschlusslicht, das dürfte doch wohl kein Problem sein!), doch es sollte auch stimmungsvoll und gefühlig werden. Nun ja, irgendwie war es das auch. Nachdem die Frankfurter Polizei lange vor dem Spiel 90 Prügel-Ultras aus dem Verkehr gezogen hat, war zumindest für den Frieden einigermaßen gesorgt. Und stimmungsvoll und gefühlig wurde es dann auch – für die Anhänger der Lilien. Darmstadt gewann die Partie mit 2:1, und sogar Thomas Tuchel sprach von einer verdienten Niederlage. Autsch. Ach ja, das Elend geht weiter, denn das Heimspiel gegen Wolfsburg müssen die Dortmunder ohne ihre Südkurve bestreiten. Wird sicher SEHR stimmungsvoll werden …

Ein weiteres Phantom könnte „Angst vor Erfolg“ heißen. Unbeeindruckt davon sind nur die Bayern, die zwar den schlechtesten Fußball seit Michael Ballacks aktiver Zeit im Verein spielen, aber effizient sind wie eh und je. 89 Minuten tun sie einfach gar nichts (doch, sie schonen sich aktiv für das kommende Champions League-Spiel), dann knallen sie den Gastgebern in Ingolstadt zwei Last-Minute-Tore rein – und sind jetzt wieder mit komfortablen sieben Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze.

Bei den Verfolgern läuft es nämlich gar nicht rund. Leipzig hat die Bullen durch Kälbchen ausgetauscht, die gegen den HSV (!!!) nichts auszurichten wussten und 0:3 verloren. Hoffenheim hätte die Chance gehabt, auf Tabellenplatz 3 zu springen, doch eine 1:2-Niederlage gegen Wolfsburg sprach dagegen. Auch Köln hätte auf Platz 3 hopsen können – doch der Effzeh unterlag Freiburg ebenfalls mit 1:2. So steht nach wie vor die Frankfurter Eintracht auf dem Champions League-Platz – trotz dem 0:3 gegen Leverkusen. Mannomann.

Mainz besiegt Augsburg mit 2:0, genau wie Schalke die Berliner Hertha (geschwächt vom Pokal-Krimi?) – und Werder unterliegt Gladbach mit 0:1 – und stürzt somit weiter ab. Phantome waren in diesen drei Begegnungen aber keine zu orten.

Champions League

Die Königsklasse war bislang ziemlich frei von Phantomen und Phantomschmerzen, doch ob dieser Lauf in den Achtelfinals anhält ist noch unklar. Morgen muss der BVB bei Benfica Lissabon ran – und zeigt sich optimistisch. Am Mittwoch empfängt der FC Bayern mal wieder Arsenal London. Leverkusen muss erst nächste Woche ran (gegen Atletico Madrid). Wir werden ein scharfes Auge auf mögliches Spukgeschehen werfen.

Randalierende Ultras verderben Spaß

ultras

Langsam nervt’s wirklich! Eine kleine Menge radikal-idiotisierter Männer terrorisiert die Welt (IS, Trump, Putin …) und verdirbt dem Rest der Bevölkerung den Spaß an fast allem. Leider auch wieder verstärkt im Bundesliga-Alltag. Da heißen die Idioten Ultras und zeigten sich am vergangenen Wochenende besonders verhaltensauffällig in Dortmund und Frankfurt.

Ultras im Prügelrausch

Es ist einfach nur widerwärtig! In Dortmund haben  sich am Samsag – gar nicht mal so wenige! – Hardcore-Fans (und Anhäger der wahren Fußball-Lehre – was auch immer das genau ist) einen Mordsspaß daraus gemacht, nicht nur bekloppte Riesentransparente auf der Tribüne zu entrollen („Für uns ein Lebenssinn“, „Red Bull – Feind des Fußballs“), sondern auch die mitgereisten Leipzig-Fans ordentlich aufzumischen. Bei ihren Randalen waren sie nicht zimperlich, sondern haben gleichermaßen RB-Anhänger, Polizisten und sogar kleine Kinder attackiert. Und warum? Weil das ihr Lebenssinn ist? Ganz groß, wirklich! Das Spiel endete übrigens mit einem 1:0-Sieg der Borussia, was Trainer Tuchel offenbar dazu inspirierte, seinen Spielern zur Abwechslung mal einen Döner zu gönnen…

Während es den durchgedrehten Dortmund-Fans gegen den Strich geht, dass Red Bull Leipzig ein „reicher Retortenclub ohne Tradition“ ist, pflegen die ohnehin häufig verhaltensauffälligen Eintracht-Frankfurt-Ultras schlicht die Freude an der gepflegten Prügelei. Vor dem gesterigen Spiel gegen die (nicht im reichen Retorten-Verdacht stehenden) Darmstädter Lilien, griffen einige Eintracht-Fans in einer Kneipe, die dort vorglühenden Darmstadt-Anhänger an. Die Polizei nahm 60 Idioten vorläufig fest. Ach ja, auch in diesem Fall war die Heimmannschaft siegreich. Nach dem 2:0 kletterte Frankfurt sogar auf Tabellenplatz 3. Vor Dortmund!

Und sonst?

Nach zwei Spielen mit Bayern-Dusel, war am Samstag nach längerer Zeit mal wieder Bayern-Daddel angesagt. Gegen Schalke reichte es vor heimischer Kulisse nur zu einem sehr überschaubaren 1:1. Der HSV besiegte schon am Freitag Bayer Leverkusen mit 1:0, dito Hertha BSC-Ingolstadt und Effzeh-Wolfsburg. Etwas mehr Spektakel hatte Mönchengladbach zu bieten – beim 3:0-Triumph gegen Freiburg. Die Hoffenheimer sind punktgleich mit Dortmund, allerdings ist das Torverhältnis trotz des 4:0-Siegs über Mainz immer noch ein bisschen schlechter. Und richtig hart umkämpft (auf dem Platz!!) war gestern die Partie Augsburg gegen Werder – mit einem glücklichen Last-Minute-Tor von Bobadilla zum 3:2-Sieg für die Schwaben.

 

Schweinsteiger Coup im Cup

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Schweinsteigers Coup – er spielt und trifft wieder!

Während die Bundesliga zum Rückrundenauftakt relativ unmotiviert vor sich hindaddelt (dazu gleich mehr) passieren erstaunliche Dinge auf der Insel.  Wobei uns Kontinental-Europäer nach dem BREXIT ja ohnehin nicht mehr viel wundert, was im „Mutterland des Fußballs“ so alles abgeht. Doch diesmal ist es eine durch und durch positive Nachricht: Bastian Schweinsteiger, von José Mourinho vermeintlich schon vom Hof gejagt, spielte in der gestrigen Cup-Partie gegen  Wigan Atletic nicht nur von Beginn an, sondern erzielte sogar einen Treffer zum 4:0-Sieg. Über ein Jahr musste Basti auf einen Startelf-Einsatz bei Manchester United warten und nicht wenige wähnten ihn zum Ende des Transferzeitfensters schon in einem US-Club. Doch scheinbar kann und will der unberechenbare Trainerkauz Mou doch nicht auf die Dienste des Routiniers verzichten: „Er bleibt bei uns und wird auch auf der Liste für die Europa League stehen.“

Leipzig auf Europa-Kurs

Dort wird er womöglich in der nächsten Saison auf die Roten Bullen aus Leipzig treffen. Gut, das ist aus vielen Gründen unwahrscheinlich, aber die Überleitung bot sich so hübsch an. Unwahrscheinlich ist es vor allem aus zwei Gründen: 1. ist es mehr als fraglich, ob Schweinsteiger auch in der kommenden Saison noch für die Red Devils auflaufen wird. 2. ist es noch fraglicher, ob die roten Teufel und die roten Bullen tatsächlich in der gleichen europäischen Liga spielen werden. Red Bull ist nämlich nach wie vor stramm auf Champions League-Kurs, während die Mourinho-Truppe derzeit auf Platz 6 herumtorkelt. Die Aufsteiger aus Sachsen zeigen sich auch zum Rückrundenstart komplett unbeeindruckt von den üblichen Liga-Dynamiken und ziehen einfach ihr Ding durch – am Samstag mit einem 2:1-Sieg über die TSG Hoffenheim, die damit ihre erste Saisonniederlage überhaupt einstecken musste.

Mit zehn Punkten hinter Leipzig steht noch ein Überraschungskandidat auf Platz 3 der Tabelle. Die Frankfurter Eintracht überrascht sich selbst, die Fans – und regelmäßig ihre Gegner. Am Freitag musste das Schalke 04 ertragen – mit einer 0:1-Heimniederlage auf aller unterirdischstem Niveau. Besonders bestechend ist es auch nicht, was die Bayern derzeit bieten – trotzdem fahren sie einen rumpeligen Arbeitssieg nach dem anderen ein. Am Samstag war es ein mühsames 2:1 gegen Werder.

Freud und Leid

Am meisten Spaß hatten an diesem 18. Spieltag sicher die Fans vom Effzeh! Köln war gut drauf und pulverisierte die schockstarren Lilien aus Darmstadt mit 6:1. Deutlich weniger Treffer, aber ebenso motiviert waren die Schanzer aus Ingolstadt. Beim souveränen 3:1-Sieg über den HSV machten sie klar, wer am Ende der Saison wohl absteigen wird. Und wer nicht … Mit dem Abstiegskampf dürfte Aufsteiger Freiburg in dieser Saison nichts am Hut haben, zu konstant holen sie ihre Punkte. Diesmal waren es drei, beim 2:1-Sieg über Berlins Hertha, die sich auf Tabellenplatz 6 aber wohl auch keine Keller-Sorgen machen muss.

Daddeln im Mittelmaß

Die restlichen Begegnungen sind schnell zusammengefasst. Wolfsburg unterliegt Augsburg zuhause mit 1:2, die nominelle Knaller-Partie Leverkusen (Tabellenplatz 9) gegen Mönchengladbach (Tabellenplatz 13) endet mit 2:3 und der BVB kann sich beim 1:1-Remis in Mainz nicht aus seiner Dauerkrise befreien. Alles in allem ziemlich übersichtliche Leistungen.

 

Rumpeln und Duseln – die Winterpause ist vorbei

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Drei Dinge stehen zum Ende des ersten Spieltags nach der Winterpause fest:

  1. die Herbstmeisterschaft ist entschieden – zugegeben recht spät, oder je nach Sichtweise auch früh.
  2. die Winterpause ist vorbei
  3. Rumpelfußball und Dusel sind wieder salonfähig

Das ist alles sehr beruhigend, vor allem, weil man ja sonst nicht viel hat, was zuversichtlich stimmen könnte, seit Donald Trump den Atomcode übernommen hat.

Konzentrieren wir uns also aufs Opium fürs Volk und freuen uns auf die solide Konstante der Bundesliga.

Herbstmeisterschaft

Der FC Bayern München ist Herbstmeister! Wow. Doch wer denkt, dass dies nun wirklich keine Nachricht wert ist, hat das Freitagabendspiel der Münchner gegen Freiburg nicht gesehen. Das wäre fast schiefgegangen, denn die Breisgauer gaben wirklich alles. Gingen sogar früh und ziemlich beeindruckend in Führung. Doch dann glich Robert Lewandowski aus – und erzielte in der Nachspielzeit sogar noch den 2:1-Siegtreffer. Siehe Rumpelfußball und Dusel.

Die Winterpause ist vorbei

So ein Neustart bringt ja gerne auch neues Personal mit. Beispielsweise neue Übungsleiter. In der Partie Darmstadt (Tabellenletzter) gegen Mönchengladbach (auch ziemlich im Keller) gaben zwei neue Trainer ihren Einstand. Für die Lilien ist nun Throsten Frings verantwortlich (von dem ich eigentlich dachte, er sei seinem alten Werder Buddy Tim Wiese in Richtung Wrestling gefolgt), für die Fohlen der unverwüstliche Dieter Hecking (der allerdings erst kürzlich von den Wölfen vom Hof gejagt wurde). Durchschlagende Erfolge am neuen Arbeitsplatz konnte keiner der Herren feiern. Die Teams trennten sich mit 0:0.

Rumpelfußball und Dusel

Seit Pep Guardiola auf der Insel ist und die Bayern von Carlo Ancelotti gecoacht werden, der eher ein Pragmatiker, denn Ästhet ist, sind in der gesamten Liga wieder alte Tugenden en vogue. Es gibt schmutzige Arbeitssiege, harten Rumpelfußball und manchmal verlässt man sich schlicht auch aufs Glück (aka Dusel, doch das ist eine Unterart, die nur in München vorkommt).

Gerumpelt hat es an diesem 17. Spieltag nämlich gewaltig. Womöglich war den Akteuren landauf, landab ein wenig kalt – oder sie waren nach der Pause noch ein bisschen steif. Zwei Torhüter rumpelten sogar derart, dass sie mit roter Karte vom Platz gestellt wurden. Erst traf es Drobny von Werder Bremen nach hartem Einsteigen gegen Reus vom BVB (auch wenn ich normalerweise eher für ein Fleißkärtchen plädieren würde, das war echt fies!), dann Hradecky für die Frankfurter Eintracht (nach drei Minuten wegen Handspiels) gegen Leipzig. In beiden Fällen siegten die vollzähligen Gegner – im Falle der Dortmunder aber auch eher rumpelig (aber mit 2:1, Leipzig souverän mit 3:0).

Viel Fortune war beim Last-Minute-Sieg von Schalke gegen Ingolstadt im Spiel. Burgstaller – seineszeichens brandneuer Stürmer in Königsblau (in der Winterpause von Nürnberg verpflichtet) – netzt in der Nachspielzeit zum 1:0 ein. Womöglich ist auch ein wenig Glück im Spiel, wenn man sich die beeindruckende Hinrundenbilanz der TSG Hoffenheim ansieht. Als einige Elf sind sie immer noch ungeschlagen – der 2:0-Sieg gegen Augsburg untermalt die Ambitionen noch mehr.

Und sonst so?

Wolfsburg besiegt durch ein Tor von Mario Gomes den HSV mit 1:0. Bayer Leverkusen gibt sich gegen die Hertha erstaunlich dominant und gewinnt mit 3:1 und die beiden Karnevalclubs aus Mainz und Köln schließen einen Nichtangriffspackt und trennen sich mit 0:0.

Blondinen bevorzugt?!

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Man könnte den 16. Spieltag der laufenden Bundesliga-Saison auch seriös aufarbeiten – man kann es aber auch lassen. Letzteres ist deutlich unterhaltsamer. Also ran an das Blondinen-Gate!

Dass es Blondinen im Leben leicher haben, hat Marilyn Monroe bereits 1953 in der Filmkomödie „Blondinen bevorzugt“ behauptet – und diese kühne (von der brünetten Autorin dieses Artikels beim besten Willen nicht nachzuvollziehende) These hält sich hartnäckig bis heute. Außerdem hat sie (mal wieder) die Fußball-Welt infiziert. Man denke mit Grauen an frühe Frisuren-Farcen eines Bastian Schweinsteigers. Oder an das aktuelle Phänomen auf Lionel Messis Kopf. Oder die blondierten Spitzen auf David Alabas Afro-Matte (glücklicherweise längst wieder passé).

Mats hat’s …

… nun auch. Wer gestern ins, zur Top-Begegnung des Jahres hochgejazzte, Spiel der Bayern gegen Leipzig reinzappte, rieb sich irgendwann verwundert die Augen. Seit wann beschäftigen die Münchner eine Blondine in der Abwehr? Ist Badstuber etwa wieder fit? Nein, es war Mats Hummels, der bislang zumindest als außerordentlich geschmackssicher galt. Der frisch gebleichte Schopf sorgte dann auch prompt nicht nur bei den Zuschauern für Irritiation, sondern auch bei den sonst so wilden sächsischen Jungbullen, die geblendet von soviel Trash am Haupt des bayerischen Abwehrchefs völlig aus dem Tritt gebracht waren – und in der Konsequenz mit 0:3 verloren. Mon dieu!

Gut, es wäre zu einfach das Leipziger Scheitern allein auf die neue Frise vom Hummels Mats zu schieben, doch vollkommen ausgeschlossen ist es auch wieder nicht. Andererseits haben die Münchner gestern auch ausgesprochen attraktiven Attacke-Fußball gezeigt (hat man seit Jahren nicht mehr erlebt) und alte Recken wie Alsonso und Robben haben den Jungspunden aus Leipzig gezeigt, was eine Harke ist. Immerhin – blond hin oder her – beim FCB ist die Welt wieder in Ordnung: Man hat dem aufmüpfigen Tabellenzweiten fulminant in seine Schranken verwiesen und deutlich gemacht, WER die Nummer 1 im Land ist.

Übrigens wird man Mats wohl bald wieder in gewohnter Schönheit erleben können – die Farbverirrung war lediglich eine eingelöste Wettschuld, weil er auf dem Oktoberfest beim Dosenwerfen versagt hat …

Und sonst?

Sonst gab es am letzten Spieltag des Jahres drei Unentschieden (Dortmund-Augsburg, Köln-Leverkusen, Hoffenheim-Bremen) und eine Trainerentlassung (Gladbach trennt sich nach der 1:2-Niederlage gegen Wolfsburg von Trainer André Schubert und stellt Ex-Wolfsburg-Coach Dieter Hecking ein), ansonsten wenig Neues. Hier der Überblick:

Borussia Dortmund – FC Augsburg: 1:1 – langsam wird’s für den BVB echt ein bisschen kritisch – nur Platz 6
Mönchengladbach – VfL Wolfsburg: 1:2
Hamburger SV – Schalke 04: 2:1
Eintracht Frankfurt – Mainz 05: 3:0 – Mainhattan träumt weiter von der Königsklasse
Bayern München – RB Leipzip: 3:0
Hertha BSC – Darmstadt 98: 2:0 – die Lilien auf klarem Abstiegskurs
Köln – Leverkusen: 1:1 – Nichtangriffspakt beim Rhein-Derby?!
Ingolstadt – Freiburg: 1:2
Hoffenheim – Werder Bremen: 1:1 – Hoffenheim noch immer ungeschlagen in dieser Saison

Merry X-Mas und einen guten Start für 2017!

Allen schöne Feiertage und ein hoffentlich friedvolleres Jahr 2017!

FCBRBL: Weihnachtlicher Showdown

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Showdown unterm Weihnachtsbaum – selten war die Herbstmeisterschaft so eng, wie in diesem Jahr. Und streng genommen ist die Hinrunde ja auch erst Ende Januar durch, weil der 17. Spieltag erst nach der Winterpause ausgespielt wird. Doch mit solch kleinlichen Details will sich kurz vor Weihnachten keiner abgeben. Übermorgen ist also Klassenkampf angesagt: Liganeuling und Aufsteiger RB Leipzig tritt beim Rekordmeister Bayern München an. Es geht um nicht weniger als Ruhm, Ehre und die Vorherrschaft in der Tabelle. Und während die Sachsen nichts zu verlieren haben – schließlich hat bei Saisonauftakt keiner mit so einem fulminanten Durchmarsch gerechntet – geht es für die Münchner irgendwie schon um die (Weiß)Wurst. Es wäre doch eine arge Schmach, würde man auf Platz 2 überwintern müssen, nicht wahr?

Seltsames Duell

Allerdings ist es schon ein beachtliches Phänomen, dass es überhaupt soweit kommen konnte, dass sich Fußballdeutschland derart für ein Duell zwischen den Bayern und Leipzig erwärmet. Selbst Sky hat dafür flugs ein maßgeschneidertes Verkaufsangebot geschnitzt. Dabei liegt es nicht nur an der erstaunlichen Stärke des Retorten-Clubs, sondern auch an der noch erstaunlicheren Schwäche der etablierten Vereine. Wie man sehr schön am letzten Wochenende sehen konnte, als der 15. Spieltag, nun ja, verdaddelt (oder je nach Lesart auch: verpfiffen) wurde. Letzteres gilt wohl vor allem für das Freitagsspiel Hoffenheim – Dortmund, das mit einem 2:2 endete – sehr zum Unmut der BVB-Bosse. Mindestens einen klaren Elfmeter hätte es für die Schwarz-Gelben geben müssen. Ob der dann aber auch siegreich im Tor gelandet wäre? Man weiß es nicht. Tatsache ist jedoch, dass der BVB, nominell Bayern-Jäger Nummer 1 derzeit nur auf Platz 5 herumkrebst, was nicht einmal Champions League-würdig ist. Hoffenheim besetzt dagegen den dritten Platz. Hätte man zu Beginn der Saison auch nicht gedacht.

Wetten dass …

Die Buchmacher haben überhaupt eine lustige Saison, denn auf den aktuellen Verlauf hat bestimmt keiner gewettet – oder ist doch alles nur gekauft? Bin mir sicher, dass ich ein paar Verschwörungstheroretiker demnächst zur komplett gekauften Bundesliga äußern werden. Bis dahin reiche ich mal schnell die restlichen Ergebnisse nach:

Schalke (Platz 11) und Freiburg (Platz 10) trennen sich mit 1:1.
Mainz (Platz 8) vernichtet den HSV (Platz 17 – okay, das wundert jetzt nicht soooo sehr) mit 3:1.
Augsburg (Platz 12) gewinnt unter Interimstrainer (hab mir seinen Namen nicht gemerkt) mit 1:0 gegen Mönchengladbach (Platz 13 – ich vermute, dass es dort auch bald einen Interimstrainer geben wird …).
Werder Bremen (Platz 14) und Köln (Platz 7) beenden ihr Spiel mit 1:1 – was aus Effzeh-Sicht aber auch ganz klar verpfiffen war.
Leipzig (Platz 2) macht mit Hertha (Platz 4) beim 2:0-Sieg kurzen Prozess und schießt sich für die Bayern warm.
Wolfsburg (Platz 15) gelingt das Unwahrscheinliche – ein 1:0-Heimsieg über Frankfurt (Platz 6 – da wäre mehr drin gewesen).
Darmstadt (Platz 18) wehrt sich tapfer und kraftvoll, aber letztlich ohne Fortune gegen schnarchige Bayern (Platz 1) und verliert mit 0:1.
Leverkusen (Platz 9) unterliegt im freien Fall mit 1:2 dem bislang einzigen Leipzig-Bewzinger und Ex-Tabellenschlusslicht Ingolstadt (Platz 16).

Zündstoff für den 16. Spieltag

Ja, das ist also einiges geboten kurz vor den Feiertagen. Auch wenn der Fokus auf dem Führungsduell liegt, freuen wir uns genauso auf das Rhein-Main-Derby zwischen der Frankfurter Eintracht und Mainz 05 oder dem reinen Rhein-Derby (das ist sowas wie Fischers Fritze ….) zwischen Köln und Leverkusen. Stay tuned!