Skandal: Langsame Bayern brauchen 96 Minuten zum Ausgleich

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Ist das schön? Endlich gibt’s mal wieder Skandale am laufenden Band in der Liga. Nach den eher unschönen Ultra-Dramen aus der BVB-Ecke (was für ein Elend am Samstag vor leerer Südkurve), hat sich nun auch der Rekord- und Überhauptmeister zu Wort gemeldet. Kann ja nicht sein, dass nur die anderen Clubs für Aufsehen sorgen. Also: Bayern München hat am Samstag 96 Minuten gebraucht, um ein Remis gegen Hertha BSC zu erzielen – und Fußball-Deutschland schäumt.

Wenn’s mal wieder länger dauert

Nach dem lockeren 5:1-Sieg im Achtelfinal-Hinspiel der Königsklasse gegen Arsenal, lief es im Liga-Match gegen Berlin mal wieder ziemlich zäh für die Münchner. Und lange, SEHR lange sah es nach einer Niederlage aus, doch dann zog sich das Spiel und zog sich und zog sich weiter und selbst als die üppige Nachspielzeit abgelaufen war, zog es sich immer noch. Dann gab’s einen (unstrittigen) Freistoß für die Bayern und Lewandowski glich zum 1:1 aus – und dann pfiff der Schiri ab. Und das weitere Elend nahm seinen Lauf. Wütender Protest von Berliner Seite, Spuckattacken gegen Ancelotti, der streckt den Mittelfinger aus … hach, endlich rührt sich wieder was.

Die Einsamkeit vor dem Tor

Oder eher vor der Südtribüne. Der BVB musst nämlich am Samstag tatsächlich ohne die 25.000-Mann-starke gelbe Wand spielen. Die Stimmung war wohl einigermaßen merkwürdig im Stadion, die Spieler aber wie befreit. Nach den eher übersichtlichen Auftritten der letzten Zeit (vor allem die peinliche und komplett unnötige Champions League-Niederlage gegen Benfica Lissabon – 0:1) machten sie mit Wolfsburg kurzen Prozess. 3:0 – zackbummausdiemaus. Vielleicht zukünftig immer ohne die Wand?

Sächsisches Jagdfieber

Der Jagdeifer der Leipziger Bullen wirkte bei den letzten Spielen auch ein wenig gedämpft (kein Wunder, wenn man an die schwarz-gelben Idioten denkt), doch gestern waren sie wieder voll da und besiegten Borussia Mönchengladbach mit 2:1. Der Abstand zu den Bayern beträgt damit „nur“ noch fünf Punkte.

Und sonst so?

Ansonsten war’s ein eher durchschnittlicher Spieltag mit einigen milden Überraschungen, aber weitgehend business as usual: Augsburg unterliegt Leverkusen mit 1:3, Mainz verliert gegen Bremen mit 0:2, genau wie die Frankfurter Eintracht gegen Ingolstadt. Köln und Schalke trennen sich mit einem 1:1, Hamburg und Freiburg mit einem 2:2 und Hoffenheim kennt keine Gnade für die letztplatzierten Darmstädter – 2:0.

 

Carrie

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